Compact Memory

Das Portal Compact Memory umfasst die 172 wichtigsten jüdischen Zeitungen und Zeitschriften des deutschsprachigen Raumes aus den Jahren 1768-1938. Die Periodika repräsentieren die gesamte religiöse, politische, soziale, literarische und wissenschaftliche Bandbreite der jüdischen Gemeinschaft und der "Wissenschaft des Judentums". Sie stellen für die Erforschung des Judentums in der Neuzeit eine der wichtigsten Quellen dar.

Auf Grund der Beschaffenheit vieler historischer Zeitschriften sowie der Kriegsverluste sind die Zeitschriften in dieser Vollständigkeit in keiner Bibliothek im Original mehr zu finden. Die Zeitschriften – und Zeitschriftenfragmente - wurden aus unterschiedlichen Bibliotheksbeständen digitalisiert und zusammengefügt und liegen nun elektronisch erstmalig annähernd vollständig vor. Sie können ausgedruckt bzw. gespeichert werden, einige Titel sind mit OCR bearbeitet und als Volltext durchsuchbar.
Knapp 80.000 Einzelbeiträge von mehr als 10.000 Autoren sind bibliographisch erschlossen. Das digitalisierte Seitenvolumen beläuft sich gegenwärtig auf gut 750.000 Seiten. Kontinuierlich werden fehlende Jahrgänge ergänzt und weitere relevante Zeitschriften aus dem deutschsprachigen Raum hinzugefügt.

Die Digitalisierung wurde zu Beginn von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und in Kooperation mit Prof. Dr. Hans Otto Horch, Professor Emeritus des Lehr- und Forschungsgebiets Europäisch-Jüdische Literatur- und Kulturgeschichte an der RWTH Aachen und Dr. Annette Haller, Leiterin der Bibliothek Germania Judaica in Köln durchgeführt. Im Rahmen des Projektes Judaica Europeana wurden die Titel auch in die Europeana integriert, die Europäische Digitale Bibliothek.

Seit 2004 wird Compact Memory im UNESCO Archives Portal verzeichnet.


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