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Zeitschrift

Titel
KC-Blätter : Monatsschrift der im Kartell-Convent vereinigten Korporationen
KörperschaftKartell-Convent der Verbindungen Deutscher Studenten Jüdischen Glaubens In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen In Wikipedia suchen nach Kartell-Convent der Verbindungen Deutscher Studenten Jüdischen Glaubens
ErschienenBerlin : Philo-Verl. 1.1910/11 - 23.1933 nachgewiesen
Anmerkung
Nebent.: Kartell-Convent-Blätter
SpracheDeutsch
SerieDigital. Ausg.:
Online-Ausgabe
Aachen : RWTH
ZDB-Nachweis2246472-4
Jahrgänge
Links
Nachweis
Zusammenfassung

K.C.-Blätter

Monatsschrift der im Kartell-Convent vereinigten Korporationen

Herausgeber und Erscheinungsmodalitäten

Redaktion: Ernst Hochschild, Alfred Alsberg, Seewald Jaffé u.a.

Die "K.C.-Blätter erschienen vom 1. Oktober 1910 bis Mitte Februar 1933 zunächst in vierwöchigem, später - mit Einführung der "K.C.-Mitteilungen" - in zweimonatlichem bzw. semesterweisem Abstand.

Programmatik

Der Kartell-Convent war 1896 vor dem Hintergrund des an deutschen Hochschulen militanter werdenden Antisemitismus gegründet worden und umfaßte um 1930 12 aktive Studentenverbindungen mit ca. 2.000 Mitgliedern. Seine Hauptaufgabe sah die deutsch-vaterländische Vereinigung vor allem in der rigorosen Abwehr judenfeindlicher Übergriffe: "Die Verbindungen [...] haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden die [...] jederzeit bereit und imstande sind , für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzutreten." (Jüdisches Lexikon, Bd 3, Sp. 608.)

Als Gesamtverband Farben tragender 'schlagender' Verbindungen stand der Kartell-Convent, aus dem zahlreiche prominente Persönlichkeiten des deutschen Judentums hervorgingen, "auf dem Standpunkt der unbedingten Satisfaktion, lehn[te] aber im Gegensatz zu der Mehrzahl der nichtjüdischen studentischen Verbindungen Bestimmungsmensuren ab" (ebd.).

Aufgrund des Selbstverständnisses, "daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und Rechtsgemeinschaft mit dem deutschen Vaterlande unlöslich verbundenen Volksteil bilden" (ebd.), lehnte der Kartell-Convent alle zionistischen Bestrebungen, die eine Loslösung der Juden von Deutschland anstrebten, kategorisch ab.