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Journal

Title
Der Israelit : ein Centralorgan für das orthodoxe Judenthum
PublishedMainz : [s.n.], 1.1860 - 79.1938 nachgewiesen
LanguageGerman
SeriesDigital. Ausg.:
Electronic Edition
Aachen : RWTH
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Reference
Abstract

Der Israelit

Ein Centralorgan für das orthodoxe Judentum

Herausgeber und Erscheinungsmodalitäten

Begründet von Marcus Lehmann

"Der Israelit" erschien seit Frühjahr 1860 in wöchentlichem Rhythmus. Im Spätherbst 1938 wurde die Zeitschrift von den Nationalsozialisten verboten.

Programmatik

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Säkularisation, der wachsenden Assimilationsbestrebungen sowie der tiefgreifenden Reform des jüdischen Ritus und Kultus seit Beginn des 19. Jahrhunderts war "Der Israelit" über fast acht Jahrzehnte das bedeutendste Publikationsorgan der deutsch-jüdischen Orthodoxie.Unter der Leitung ihres Gründers, des renommierten Rabbiners und Schriftstellers Marcus Lehmann (1831-1890), verstand sich die traditionsbewußte Zeitschrift als Gegengewicht zur liberal-reformerischen "Allgemeinen Zeitung des Judentums" sowie ihrer Nachfolgerin, der "CV-Zeitung".

"Der Israelit" galt ihrem langjährigem Herausgeber als Forum aller Interessen und Lebensbereiche des deutschen Judentums, wobei dem jüdischen Ritus und Kultus am meiste Aufmerksamkeit geschenkt wurde.Nachdem 1870 die alte Folge der Monatsschrift "Jeschurun" mit dem "Israelit" fusioniert hatte, initiierte Lehmann 1871 eine hebräische, 1873 eine jiddische Parallelausgabe des Blattes, das dadurch auch über die Grenzen des deutschsprachigen Raums hinaus wahrgenommen werden konnte. Nach dem Tod Lehmanns 1890 übernahm sein Sohn Oscar Lehmann (1858-1928) die Leitung der Zeitschrift.

Quellenhinweis

Die Graphiken der Zeitschrift "Der Israelit" basieren zum Teil auf den Originalvorlagen der Zeitschrift an der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig (DNL).

Für deren Bereitstellung sei dieser Institution freundlich gedankt.