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Zeitschrift

Titel
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz : für die Zeit von Ostern ... bis Ostern ..
KörperschaftJacobson-Schule <Seesen> In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen In Wikipedia suchen nach Jacobson-Schule
ErschienenSeesen : [s.n.] 1867/71(1871) - 1930/31 nachgewiesen
Anmerkung
Nebent.: Jahresberichte über die Jacobson-Schule zu Seesen am Harz
SpracheDeutsch
Online-Ausgabe
Aachen : RWTH
ZDB-Nachweis2247672-6
Jahrgänge
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Nachweis
Zusammenfassung

Jahresberichte über die Jacobson-Schule zu Seesen am Harz

Herausgeber und Erscheinungsmodalitäten

Hg. von der Schuldirektion: Josef Arnheim (1867-1885), Emil Philippson (1885-1907), Nathan Friedland (1907-1931)

Die "Jahresberichte über die Jacobson-Schule" und die ergänzenden "Privatmitteilungen" an die Angehörigen der Schüler erschienen regelmäßig nach Abschluß der dokumentierten Schuljahre.

Programmatik

Die nach ihrem Gründer, dem renommierten Reformer und damaligen Landrabbiner Israel Jacobson (1768-1828) 1801 in Seesen am Harz als "Religions- und Industrieschule" eröffnete Anstalt sollte im Sinne der Aufklärung und Assimilation "in erster Linie der Erziehung der jüdischen Jugend zu guten Staatsbürgern dienen" (Jüdisches Lexikon, Bd 3, Sp. 116). Aufgrund der überragenden Ausbildungserfolge konnten bereits ab 1805 auch christliche Schüler die Anstalt besuchen, die sich auf diese Weise zur ersten interkonfessionellen "Simultanschule" Deutschlands entwickelte (ebd.).

Die 1810 um eine Reformsynagoge erweiterte Lehranstalt, deren Vorstand viele Jahrzehnte Nachkommen ihres Gründers angehörten, wurde 1839 in eine höhere Bürgerschule umgewandelt und bot seit 1840 auch christlichen Religionsunterricht an. 1870 als Realschule und 1906 schließlich als "Reform-Realprogymnasium" anerkannt (ebd., Sp. 117), führte die Jacobson-Schule als erste braunschweigische Schule bereits 1909 die Koedukation ein.

Bis Ende der 1920er Jahre zählte die Anstalt insgesamt ca. 6.000 Absolventen, wobei der Anteil jüdischer Schüler über die Jahrzehnte kontinuierlich abnahm.

Quellenhinweis

Die Graphiken der "Jahresberichte" stellte Herr Joachim Frassl, Oberstudienrat am heutigen Jacobson Gymnasium Seesen, zur Verfügung.

Für die Bereitstellung des Materials sei Herrn Frassl sowie dem Jacobson Gymnasium Seesen an dieser Stelle freundlich gedankt.