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Hört, Ihr lieben Kinder, fuhr der Prediger fort: fo sprachen die Sperlinge.
Und die sehen doch nicht alles; aber der liebe Gott im Himmel sieht alles. Er sieht auch das Herz der Großen und Kleinen. Auch die in der ersten Klasse, die so stolz sind, kennt er. Auch die verborgenen Spielereien und Sünden sieht er. Auch wenn Ihr die Tiere, die armen, hungern läßt und quält, weiß er's. Auch wenn man Lehrer durch Abschreiben und Ablesen täuscht, das bemerkt er. Gott hat die Kinder lieb, aber er sieht alles. Verborgen ist ihm nichts, auch Euer Herz nicht, wenn Ihr in der Kirche seid und Weihnachten feiert.
Der schöne Tannenbaum, der immergrüne, lehret Euch, daß Gottes Wort immer besteht, es mag Winter oder Sommer sein; Ehrlichkeit währet immer.
Das Licht auf dem Baume, das bedeutet die Liebe; Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibet in Gott. Man soll alle Menschen lieben — sie mögen heißen, wie sie wollen; wer die Menschen nicht liebt, der ist gottlos. Heute ist Jesus geboren, der Euch gelehret hat: Liebet eure Feinde. Segnet, die euch hassen. Über alles ziehet an die Liebe, welche ist das Band der Vollkommenheit. Gebet gerne. Seid nicht geizig — seid nicht neidisch; fürchtet Gott und ehret den König. Weihnachtskinder müssen gute Kinder sein. Folget dem Herrn nach in Freundlichkeit, Demut, Sanftmut und Geduld. Es ist gar schön, ein rechtes Kind seines Vaters im Himmel zu sein.
Und der Prediger betete — alle Kinder beteten mit, sie wollten alle besser werden und Freude machen ihren Eltern und Freunden.
Und der Weihnachtsbaum glänzte noch schöner wie vorher. Der goldene Stern der drei Könige bewegte sich noch rascher. Die Orgel brauste durch die Kirche und die Kinder sangen wie in Engelchören:
Hosiannah dem, der da kommt im Namen des Herrn! Hosiannah in der Höhe!
