Fünfte Unterhaltung.
W i l h. Noch habe ich einiges über den Gegenstand unsrer letzten Gespräche nachzuholen; vorzüglich was die Aufsuchung der Raupen betrift.
Adolph. O! thue dieses doch! Du weißt ja, wie gern ich Dir zuhöre!
Will). Ehe man eine Wanderung ins Freie antritt» so ist es nöthig, sich mit allen dein Gerüche zu versehen, waS man zum Schmcttcrlingsfang, zum Aufbewahrender» selben, und der Raupen braucht. Dieses sind
1) die Fanginstrumcnte, welche Dir aus Herrn Rektor Schützens Aufsatz bekannt seyn werden.
2) Mehrere längliche Schachteln, deren Deckel gut paßt, weil es nie gut ist, viele Raupen zusammenjusperren. Zwei bis drei kleine Zuckerglaser, welche oben mit einem Stückchen doppelten oder dreifachen Flor bedeckt und zugebunden sind, für kleinere Raupen, welche so leicht zwischen dem Echachtcldeckel herauskriechen. Eines dieser Gläschen muß für Schmekterlingseier bestimmt seyn. Ein oder etliche kleine Schachteln, welche entweder mit Wachs ausgegossen sind, oder deren Boden mit dünnem Kork ausgelegt ist.
Adolph. Gewiß für die gefangenen Schmetterlinge? Da können sie selbst bei dem stärksten Erschüttern nicht so leicht umfallen. Wie oft ist es mir passirt, daß, wenn ich die Schmetterlinge nicht recht fest mit der Nadel in den Schachtelboden eingestochen hatte, sie umgefallen und zerbrochen waren. Jagte ich zuweilen einem schönen Tag-

