der Erde liegenden Puppen können zwar herausgenommen werden, doch müssen sie sogleich wieder auf frische Erde kommen. Wenn man Behältnisse genug besitzt, so daß jede unbekannte Raupcnart ein besonderes für sich behalt, so ist es besser, die Puppen in der Erde ruhig liegen zu lassen. Die meisten machen sich darin eine Höhle, und diese kann man ihnen doch nicht wieder verfertigen. Vor- zügliche Sorgfalt verlangen in der Art die Spannerpuppen.
Die Erde muß von Würmern gereinigt und durchgesiebt seyn, auch mit einem geringen Theil klaren Sandes ver- mischt werde». Um die gehörige Feuchtigkeit in derselben zu unterhalten, und sowohl das Verfaulen wie das Ver- trocknen der Puppen zu verhindern, wird sie von Zeit zu Zeit, je nachdem die Witterung feucht oder trocken ist, mit einer in Wasser getauchten Bürste bespritzt. Kleine Stückchen faules Holz müsscu in den Raupen-Schachteln oder Glasern liegen, wenigstens in denjenigen, worin Raupen sind, von denen man vermuthet, daß sie dergleichen zu ihrer Verwandlung brauchen. Beobachtet man nun alles dieses, so kann man versichert seyn, die Schmetterlinge glücklich und gut aus Raupen erziehen zu können. Das Puppensuchen gehört von rcchtswegen mit zur künst- lichen Erziehung der Schmetterlinge, weil hier eine gleiche Sorgfalt nöthig ist, die Puppen wieder in die Lage, wel- che sie im Freien hatten, zu bringen, und auf ihre Pflege bis zur Auskricchungö-Periode eine gleiche Aufmerksamkeit zu wenden. Ob man gleich das ganze Jahr hindurch Puppen finden kann, so ist doch die erste Zeit im Frühjahr die

