sende von den so genannten culkivirten Europäern bcthören, und unglücklich machen. Keine verwickelte Sveculation frort die angestammte Ruhe seines Gei­stes: kein finstres, nie befriedigtes Nachdenken un­terbricht den ibm die Ordnung aller organischen Verrichtungen, er bleibt dabcr gesund, stark, lebhaft Und doch besitzt der Lappländer sogar auch Kunst­fertigkeiten, die ihm um so mehr Ehre bringen, da er das, was er macht, ohne jenen Vorrath von Werkzeugen, welche den südlicheren Europäern jede Arbeit so sehr erleichtern, leistet. Er schnitzt in Holz und Horn, verfertigt mancherley kleines Hausgera- thc, Löffel, Schüsseln, Schlitten, Geschirre u. dgl. und alles mit Hülfe eines kleinen, ganz gewöhnlichen Messers. Sein Schlitten ist so paffend, so genau in allen Theilen verbunden, daß er der Feuchtiakeit un­durchdringlich bleibt. Auch unter der weiblichen Hälfte dieses Volks gibt es mehrere, die sich durch allerley Zicrarbeitcn für Gürtel, und sogar, wie die Männer, durch Schnivereycn in Holz und Horn auszeichnen.

In iältcrn Zeiten waren Dogen und Pfeile die Waffen, womit der Lappländer seine Jagd betrieb, jetzt aber sind Flinten und Büchsen sein Gewehr, und er ist nun ein sehr geschickter Scharfschütze.

Erst seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts ist die wohlthätige Christus-Religion unter den Lapp­ländern verbreitet worden. Sonst waren es Heiden. Jetzt bezeugen sie große Ehrfurcht für ihre neuen Glaubenslehren, aber meistens ist ihr Eifer bloß auf