Seehundes gelegt, um sich mit Thran zu sättige», alsdann gebraten, hierauf gekocht, bis sie zum Ge­nuß weich genug scheinen. Diese Stückchen, reichlich in Seehunds-Thran getaucht, schmecken auch noch gut. Viele unsrer Aerzte würden diese vorn Thran ganz durchdrungenen Gerichte, diesen Vollgenuß des Thrans, gewiß als höchst schädlich für die Gesund­heit verwerfen, und doch gibt dieses Volk einen Beweis, daß die Gesundheit dabey recht gut bestehen könne. Nicht nur eben so gesund, als wir, sind diese nordischen Thran-Verschlingcr, sondern auch manche Krankheiten, vorzüglich chronische, sind ihnen gänz­lich unbekannt, sie wissen nichts von der Ruhr, nichrü von Wcchsclfiebcrn. Eine Art krampfhafter Leibbe- schwcrden ist bey diesem Volke einheimisch, wovon die Aerzte den Grund in Würmern der Eingeweide su­chen. Das Uebel ist mehr lästig, als beunruhigend.

Eigentliches Brod, wie wir csicn, genießt der Lappläisdcr nicht, aber doch eine Art Kuchen, aus Mehl und Wasser zubereitet. Auch gibt es in Lapp- land, wie anderwärts, Lcckerbißchcn, die mehr den Gaumen kitzeln, als sättigen. Freylich sind es keine Confectc für unsern Gaumen. So, z. D. die in­nerste Rinde der Tanne, eben erst vom Baume ge­schält, und ein wenig in Rauch aufgehangen. Das Stück wird hierauf in Wallfisch - Thran wohl eingc- raucht und gekaut. Acpfel, Birn, Nüsse und andre Obstarten unsers, oder gar eines wärmeren Erd­strichs , sind dem Lappländer unbekannt; er hält sich dafür an eine wohlthätige, kostbare Bssanzc, die