crvig, grob von Knochen, sehr braun von Farbe, braunroib, fast schwarzbraun. Ibre Zuge sind re­gelmäßig, stark; ibre Augen liegen zwar lies, sind aber groß, hell, schwarz und lebhaft ohne heiter zu seyn. Das Hauptbaar lassen viele wachsen und zwanglos bcrabbängcn, andre schceren den Kopf bis auf eine lange starke Locke auf dem Wirbel. Der Bart über der Lippe wird abgeschoren, der Bart am Untcrkinn aber mit Sorgfalt gepflegt, mit großer Ehrfurcht bewahrt, im Gespräche oft selbstgefällig gestreichelt, beym Gruße sogar geküßt. Was von den Haupt- und Barthaaren zu sehen ist, wird mir einer glänzend rothen Farbe angestrichen.

Unter den Frauen und Töchtern der vornebmern Beduinen, welche sich der Sonne weniger aussetzen, hat man fast eine so weiße Hautfarbe bemerkt, als bey den Engländerinnen und Französinnen. Weiber und Männer geben ihren Lippen und Armen eine aus Fischgatte zubereitete, Usciam genannte, violette Farbe, welche in die Haut eindringt. Sie stechen mir Nadeln allerley Bilder in Punkten auf die ge- dachtcuKörperlheilc, worein sich jene Farbe fester setzt und bleibend zeigt. Es gehört zur Zierde vornehmer Frauen, kleine schwarze Flecke an den Seiten des Mundes, auf der Stirn, am Kinn, auf den Wan­gen anzubringen, Hände und Arme künstlich zu punktircn, den Nägcln eine rothe, den Augcn-Wim- pern eine schwarzcFarbc zu geben und die Augen-Winkcl durch schwarze Linien gleichsam zu verlängern, wo­durch die Augen selbst scheinbar größer werden. Ein