Die gewerbtreibenden Stadtbewohner sind thätig und arbeitsam, auch eben deswegen, da sie dabei mäßig leben, ziemlich wohlhabend. Mit den Landleuten ist es der nämliche Fall, zumal sie gewöhnlich den Aker- und Weinbau mit Einsicht, Fleiß und Anstrengung be­treiben, und ihre Besizungen möglichst vorrheilhaft benutzen. Sie befriedigen ihre Lebensbedülfniße, mei­stens durch eigene Erzeugniße, arbeiten fleißig, und beschranken ihr Vergnügen gewöhnlich auf die Sonn- täge, die an und für sich zur Ruhe und Erhohlung bestimmt sind, wobei ihre Ergözlichkeiten wenigstens größtenkheils das Gepräge der Unschuld, und des Ein­fachen im Allgemeinen beibehalten. Die Lebensweise der Städter ist beinahe durchgängig wie in allen übrigen schweizerischen Städten. Die Landessprache im Ganzeu, obgleich nichts weniger als rein, überdicß mit vielen Landeseigenheiten vermischt, hat Vieles von dem schwä­bischen Dialekt, und gehört dem ohngeachtet nicht zu den verdorbensten; da sie doch den Norddeutschen noch vor vielen andern Schweizer-Mundarten, verständlich bleibt.

Der Handel in diesem Kanton beschäftiget viele Ein­wohner und ist für mehrere derselben ziemlich einträglich. Hanf und Flachs wird häufig selbst gepflanzt, und in dem Kanton verarbeitet, für andere Gegenden macht die Fabri» kajion des Kirschen-und anderer gebrannten Wasser einen nicht unbedeutenden Ertrag. In Schaffhausen sind einige gute Gerbereien, einige Manufakturen von wolle­nen und baumwollenen Strümpfen, verschiedene Seiden-