tmb achtzehn Dörfern, auf einem durch Sümpfe, Seen, und Kanäle höchst beschränkten Raum beisammen. Wer muß hier nicht den Fleiß und die Anstrengung mehrerer Generationen verehren, wodurch so zureden neue, und für die Menschheit so wohlthätige Entstehungen gebildet worden sind? Am bewundernswürdigsten vor allem, bleibt aber doch immer die Anlage und Herstellung der Stadt Amsterdam, die durchaus auf einem sehr sumpf, igten und morastigen Boden erbaut ist, neunzig Inseln begreift, zwei hundert und neunzig Brüten, und ehe­mals gegen zweimalhundert tausend, heute noch über «in hundert und zwanzig tausend Einwohner zahlt. Sie ist an einem Arm des großen Meerbusens gelegen, wel­chen die Nordsee bildet, der das Z) genannt wird, und war ursprüuglich nur ein bloßes von Fischern bewohntes Dorf. Die Amstel fließt mitten durch diese Stadt, welche bereits im Jahr 1370 als eine ansehnliche Han­dels-Stadt bekannt war, und nachmals im Jahr 1482 mit Mauern umgeben wurde. Don rs8Z bis 1654 hat jedoch der Flor dieser Stadt am merklichsten zugenom- men, da allein nach.der Anno 1575 erfolgten Eroberung der Stadt Antwerpen, viele tausend Einwohner von danach Amsterdam zogen. Besonders ausgezeichnet ist die Reinlichkeit, die in dieser großen Stadt herrscht, und äußerst angenehm sind die mit Bäumen besezken fchaltigten Pläze, Kanäle und Wälle dortselbst. Das prachtvolle königliche Schloß, oder ehemalige Rathhaus, das sonst so reiche Arsenal für die Marine, das so geräu» mige Bassin für die Kriegs-Schiffe, baö herrliche Ge.