— 133 —
gefallen, d) das Tuch, womit die Lenden Christi bei seiner Kreuzigung umwikelt gewesen, <derArm Sim-ons, womit er Christum im Tempel aufgehoben; fernereine Abbildung der Mutter Gottes, das Grabmal des Kaiser Carl des Großen, ein Cruzifip von Gold, einige kost« bare Monstranzen, Kelche und sonstige Kostbarkeiten von Gold und köstlichen Steinen u. s. w. Wo diese Hei» ligthümer, nach Aufhebung des römischen Reichs, und während der französischen Occupali'on hingekommen, kann man nicht mit Gewißheit bestimmen; wahrscheinlich sind aber die mehresten versteigert, und unter den Händen der Juden zertrümmert worden.
Die Hauptnahrung der Aachner Bürger erfolgt durch Fabriken, die zu einem außerordentlichen Grad der Vollkommenheit gediehen sind. Unter diesen Fa» briken verdienen aber die Wollenarbeiten insbesondere die erste Erwähnung, da sie sich schon seit undenklichen Jahre» in dem blühendsten Zustande befinden. Besonders war dieses der Fall wahrend der französischen Occupation, da ihnen noch der freie Verkauf in allen französischen Provinzen und die Seesperre zu stakten kam, wodurch sie kaum ihre Bestellungen zu befördern vermochten, da sie damals selbst die rohen Produkte kaum in erforderlicher Menge beischaffen konnten. Ihrer in» nern Einrichtung nach werden die Aachner Tücher gewöhnlich in Stüken gefärbt, und 8 Viertel breit gemacht. Seit ungefähr etlich und zwanzig Jahre» werden hier auch Kafchemire von sehr guter Qualität gefer- t'get.

