iten erbaut, und mit glasirten rothen, grünen und weis. ftn Hohlziegeln gebest. Ihr Thurm hat eine Höhe von 445 Fuß, und ist, nächst dem Münster zu Straßburg, eine der höchsten Pyramiden der ganzen bekannten Welt; da die größeste Pyramide in Egypten nur 30 Fuß höher, als der erst genannte Münster, lczterer aber nur wenige Fuß höher, als der Stephans «Thurm, ist. Die große Glokc daselbst, welche Kaiser Joseph der ist«, im Jahr 171-1. aus denen von den Türken abgenommenen Kano» neu hat gießen lassen, wiegt, mit Einschluß des 13 Cent. schweren Schwengels, 367 Centner, Wiener Gewicht. In der Kirche selbst sind die vielen marmornen Altare und Grüften, besonders jene, des Prinzen Eugen, und der Cardinale Collenirsch und Traulson, sammt vielen andern Kostbarkeiten und Heiligkhümern, sehenswerth und merkwürdig. In dieser Kirche hielt der Pabst Pius der6ke, Anno 1782. bet seiner Anwesenheit zu Wien, am Osterfeste ein feierliches Hochamt, dem mehr als i Ov,0Oo Menschen beiwohnten. Vor andern Kirchen sind die St. Dorothea, die Peterskirche, wie auch die vormalige Jesuiterkirche, die ansehnlichsten. Die Au- gusilner - Barfüßer Kirche verwahrt, als die kaiserliche Hofkirche, in ihrer Lorettocapclle die Herzen der ver­storbenen Prinzen und Prinzessinnen des Hauses Oester­reich, und in der Todtencapelle die Grabmäler mehrerer berühmten Männer, als der Marschalle Philipp und Leopold Grafen von Daun, des Fretherrn von Swie- ten u. f. w. Unter der Capuzinerkirche an der Mehlgru- den, find die Grüften des k. k. Hauses, von dem 1690.