Haus. Besonders aber ist der große Pallast Dekvedere, den Prinz Eug n Anno 1724. zu seiner Sommerwoh­nung erbaute, nebst dem dabei gelegenen Hof, für die deutsche abelich« Garde/ eine der ersten Merkwürdig­keiten von Wien.

In diesem Pallaste/ der eigentlich das obere Bel- vedere heißt, sind die Gemälde der kaiserlichen Bilder« gallerie in 24 Zimmern und Sälen aufgestellt, von denerr Herr von Mecheln ein sehr schönes und vollständiges Verzeichnlß mit dem Grundriß und der Facade dieses Ge­bäudes herausgegeben hat. Diese Gallerie entha.r über 1300 Origtnalgemalde, und jede von den bekannten Mahler > Schulen hat ihre eigenen Zimmer. Bei den bekannten Eroberungen der Stadt Wien durch die Frone zvsen, in den Jahren 1805 und >8 0., haben die­selben , wie allenthalben/ also auch hier einige der vorzüglichsten Gemälde mit fortgenommen/ und nach Paris verschleifk; diese sind aber nach der Eroberung von Paris wieder zurükgekommeu, so daß also die Galle­rie wieder in ihrer vorigen Vollkommenheit besteht. In Hinsicht der italienischen Schule ist dies^^Gemöldc- Kammlung unwidersprechlich die erste in ganz Deutsch­land; auch findet man hier die vortrefiichsten Gemälde von Rubens, die ausserdem keine Gallerie in ganz Eu­ropa auszuweisen hat. Hiernächst ist die Gallerie des Fürsten Lichtenstein nicht zu vergessen, die auch viele Mcisterstüke, besonders aus der niederländischen Schule, besizt, so daß sie sich mit den besten Gemälde- Sammlungen in ganz Deutschland messen d,»f. Uebri» gens bestehen in Wien noch mehrere bedeutende Pri-