bildet haben. Anfänglich lehrte die Noth die Mittel sich festzusezn, und dauernd einzurichten; dieß Kind der De. drängniß wurde in der Folge Beherrscher dreier König« reiche. Beinahe < 4 Jahrhunderte hindurch siand dieser bewundernSw ritze Freistaat, bald in allgcbietender glan. zender Macht, bald in schwankendem Schimmer einer schleichenden Politik, biS er endlich im Alter an Ent- kräirung bahrn siarb, und als Opfer der sranzösischen Allgewalt, willkührlich als Touichwaare gebraucht, und fremder Oberherrschaft unterworfen ward. Sein Lchat« te» spiegelt sich noch im Meere, aber er selbst ist nicht mehr. Seine Palläste, seine Kirchen stehen jwar noch, aber jene Macht, jene Energie, jene Klugheit, wodurch er beinahe ganz Europa zinßbar erhielt, und unermeßliche Schaze aufhäufte, ist verschwunden. Qfiwals änderte sich die Verfassung dieser Inselbewohner. Anfänglich hatten sie einen Tribun, und nach einiger Zeit, zehn derselben zu Regenten; worauf Anno 697. ein Doge, oder Herzog erwählt ward, unter dem. sämmtliche Tribunen stehen sollten. Vierzig Jahre hierauf wollte man keinen Herzog mehr haben, und es wurde ein Magister Militum, oder Feldobrister ernannt, der die höchste Ge- walt ausüben sollte. Ader bald kam man wieder auf die erste Einrichtung zurük, und übertrug die Regierung neuerlich an gewählte Herzoge, welche, so wie der Staat selbst, eine Zeit lang unter den griechischen Kaisern stunden. Die ersten Regierungs/ahre der Herzoge waren sehr stürmisch; dennoch brachte diese Einrichtung schon im inen Jahrhundert eine durchaus aristokratische Verfas-

