durch einen Kai von den Kanälen getrennt, welche die Inseln bilden. Andere erheben sich unmurelbar aus dem Wasser / so daß man aus den Go> dein auf die steinernen Treppen steigt, an denen die Welle» ansil lagen. Alle solche Häuser haben hinten Ausgänge. Ueber 140 Kanäle durchschneiden die Stadt, und gegen s°° Brüten stellen die Verbindung der engen Strassen wieder her Die Brüten sind schmal, dennoch aber hoch genug gewölbt, daß die Gondel» unter ihnen, auch zur Zeit der Fluth, bequem durchschiffen können. Die höchste Brüte ist il Ponte di Nialto. Die Sehne ihres Bogens hat über ioo Fuß. Ei« hak ein kleines Dach, und wurde von Antonio del Ponte nach seiner eig nen Idee in 3 Jahren, nämlich von 1588. bis 1591. erbaut. Längs deo Hauptkanals stehen prächtige Palläste, die meistens von Palla- dio und Sansovtno in den Jahren 1550. bis 1590 ge- fertiget worden sind.
Die Stadt hat 72 Kirchen, 35 Mönchs- und 37 Nonnenklöster, 7 Theater, 6 große Schulen, und 4 Hospitäler. Man zahlt 9000 Gondeln, käglich in der Stadt beschäftiget sind. Eine Gondel ist gewöhnlich 25 Fuß lang, 4 bis 5 Fuß breit, schwarz angestrichen, und mit solchem Tuch auegeschlagen: auch ist der Bogen, welcher die Bedekung bildet, mit gleichfaibigem Tuch bekleidet. Dieser Bogen ist aber insgemein so niedrig, daß man nicht anders als gebükk darinnen sizen kann Die Size sind bequem gepolstert, und an den Seiten Glasfenster angebracht. Vornehme und reiche Venezianer haben ihre eigenen Gondeln, welche dann insgemein gcö-

