6500 Häuser, wovon 2Z7 noch ausserhalb der Vorstädte geleaen sind. Die schonen und langen Strassen, die großen Platze, die prächtigen Pallaste, Kirchen und öffentlichen Gebäude gewahren einen herrlichen Anblik, und erheben diese Stadt, wegen ihrer Größe, Schönheit und vorzüglichen Bauart, über die meisten Städte in ganz Deutschland. Es finden sich hier 32 Kirchen, von denen einige den Protestanten, andere den Rcformirtcn oder beiden zugleich, auch etliche den Katholiken gehö. ren; ausserdem aber haben die Juden hier noch ihren besondern Gottesdienst, und eine eigene Synagoge. Auch haben die böhmisch, mährischen Bruder hier ein Tethaus oder Vcrsammlungssaal.
1) Das eigentliche Berlin ward Ao. 1163 von Markgraf Albrecht dem Bären erbaut, und zahlt 39 Straßen. In der Königsstraße steht das königl. Post. Gouverneurs-und Ralhhaus, wo sich der Magistrat der fünf Stadtbezirke gewöhnlich versammelt. Es sind mei» sttnß große, schöne, solide, aber eben nicht ausserordent« Hch brillante Gebäuo«. In der Joachimsstraße ist das reformirke Gymnasium gleiches Namens, und noch einige sehr schöne Gebäude. In der Spandauerstraße zeichnet sich die Garnisonskirche sehr vortheilhaft aus. Sie ist kostbar, und in einem prächtigen Styl erbaut, und ward Ao 1721 eingeweiht. Die lutherische Pfarrkirche St. Nikolai bildet eine Probstei, und war von jeher wegen vorzüglicher Lehrer bekannt. Noch ist das Land« schaftShaus hier bcmerkenswerlh, da eS vorzüglich den Lrandenburgifchen Landständen jährlich zu ihren Ver»

