249

ist noch etwas zurück, daher steht die Wolle insgemein noch unter der böhmischen. Gegenwärtig aber werden die Schäfereien allmählich durch spanische veredelt. In» dessen wird mit der Wolle doch vieler Handel getrieben, und diese theils im Lande selbst verarbeitet, theils aus. warks verkauft. Hier und da trifft man große schwä­bische Schaafe im Lande an, deren Wolle aber grob und hundsharig ist. Ziegen findet man auf den Ge. birgen, wo sie auch minder schädlich sind, und bei Der« edlung der Raren mit Angorischen Ziegen wenigstens für die ärmere Klasse der Gebirgsbewohner, allerdings mit Vortheil gehalten werden konnten. Auch Seidenhasen oder Angorische Kaninchen werden in den bambergischen Landen gehalten, und die Haare meistens im Lande ver» arbeitet. Zahmes Federvieh, als Truthühner, Gänse, Enten, Hühner, Tauben rc., werden in großer Menge gezogen, besonders aber sehr viele Gänse in und bei Bamberg geschlachtet und verzehrt. Rothes und schwar­zes Wildpret gab es ehemals sehr häufig, jczt ist es aber zum besten des Landmanns größ.'entheils ausgerottet. Kleines Wildpret, als Rehe, Hasen u. dergl. findet man sehr häufig, und Füchse, Dachse, Mardern, Iltis rc. werden immer noch eingebracht. Federwild, als Auer« Hasel. Birk, und Feldhüner, Wachteln, Staaren, Kra« metsvögel »c. werden in den verschiedenen Wäldern Und Gegenden des Fürstenthums in ziemlicher Anzahl angetroffen, gefangen und geschossen; und Wassergeflü. gel, als wilde Enten, Gänse, Schnepfen, Bekkassincn, Taucher, Blassen, Wasserhüner, Sandlaufer rc. findet