— 258 —
wärtig besteht dieser Ort aus §z Häusern, der Wohnung eines königl. Forstmeisters, nebst einem Holzma- gazin, einigen Stallungen und schönen Garten. Bam. berg ist übrigens durch viele Reichs- und Kreistage merkwürdig. In der lezten Halste des >8ten Jahr- Hunderts erlitt die Stadt, Ao. 1758 und 1762, durch die Preußischen, dann 1796 und 1300 durch französische feindliche Einfälle großen Schaden, und Ao. 1784 richtete jene bereits oben gedachte Ucberschwemmung am s8ten Febr. welche die schöne Sestbrücke wegriß, große Verheerungen an.
Die Zahl der Einwohner soll im Jahr 1789 so,000 betragen haben, worunter 60 Iudenhaushaltun- gen mitgerechnet waren, die zusammen 357 Köpfe zählten. Im Jahr 1804 betrug sie ,8.6,0 Personen. Gegenwärtig mag sich die Zahl nach den Konsumtionsta- bellen noch vermehrt haben. Sämmtliche Einwohner haben meistens guten Verdienst und Nahrung, wozu ehemals das zahlreiche Personale des Klerus und der Bediensteten vieles beitrug. Indessen berühr dr vorzügliche Wohlstand dieser Stadt auf ihrer Lage a» dem Fluß, und auf der Hauptpassage von und nach Frankfurt und Holland, bann nach und aus Böhmen, Ober - und Niedersachsen, Italien u. s. w., wobei ihr gegenwärtig auch noch die Hofhaltung des Herzogs Wil- Helm von Daiern nicht unerhebliche Vortheile gewährt. Bambergs eigentlicher Aktivhandel besieht in Sämerei- waaren, Gemüsen, grünen und dürren Obst, Fischen,

