Kupferstiche sind bey Fabeln für Kinder fast unentbehrlich; sie prägen den Sinn der Fabel noch tiefer in das Gedächtniß der Kleinen/ und gewähren ihnen ei­ne angenehme Unterhaltung. Die Kupferstiche bey den bisherigen Sammlun­gen scheinen dem Herausgeber meistens entweder zu flein / und eben darum meistens zu undeutlich/ oder zu schlecht bearbeitet/ so daß aller Sinn für Kunst oft schon sehr frühe in den Kindern dadurch verloren geht.

Viertens Er hat der Fabel immer die Naturgeschichte von einem der Thiere/ die in der Fabel auftreten/ in kurzer und faßlicher Beschreibung fol­gen lassen/ damit die Kinder um so leichter einsehen lernen/ warum die Thiere jedesmal gerade so/ und nicht änderst sprechen tmd handeln/ und damit die Kinder frühzeitig und auf eine angenehme Art auch mit der Naturgeschichte be­kannt werden. Das Ganze ist so eingerichtet/ daß in der Sammlung kein Thier auftritt/ dessen Naturgeschichte nicht in einer oder der andern Fabel zu­gleich vorkäme.

Nach dieser Ansicht glaubt der Herausgeber seiner Sammlung einen eige­nen Werth gegeben zu habe»/ und er kann hoffen/ daß man seine Bemühung nicht als fruchtlose oder gar als tadelnswcrthe Arbeit ansehen werde.

Daß der Format gerade so ist/ wie er vorgelegt wird/ davon liegt der Grund theils in der Größe der Kupfer - Blatten/ theils in andern Umstanden/ auf die der Herausgeber Rücksicht zu nehmen/ für nothwendig fand.

Noch wird bemerkt/ daß der Herausgeber eine ihm ganz eigene Anstalt ge­troffen/ vermöge welcher die Kupferstiche zu einem ökonomischen Nutzen (zu ei­ner Art von Haus-Meubles) zu gebrauchen sind/ worüber anschauliche Aus­kunft bey ihm zu haben ist.

Würzbnrg, den 30. Januar, 1302.