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würde wüthend werden, wenn ich dir das Leben schenkte.
Traurig stand der redliche Tai vor dem König. Um ihn standen viele Hofleute. Aengstlich blickte der Kaufmann um sich, ob niemand die verlangte Bürgschaft für ihn leisten wolle. Keiner regte sich. Endlich trat aber ein angesehener Minister, ein Liebling des Königs, aus dem Kreise, und sprach entschlossen: König, nimm mich als Bürgen für den Unglücklichen an.
Der König erschrak und stellte seinem Liebling — der Edle hieß Scherik— die Gefahr vor, der er sich aussetze; aber Schenk, voll Vertrauen auf Tais Rechtschasscnhcit, blieb bei seinem edlen Vorsätze, und wurde gefesselt ins Gefängniß geführt.
Tai, vom Könige mit Lebensmitteln versehen, eilte so schnell als möglich nach dem Platze, auf welchem er die Seinigen verlassen hatte. Welch Entzücken, als er an ihr Herz sank. Frau und Kinder weinten vor Freude; sie harten schon befürchtet, ihn nie wieder zu sehen. Wir haben große Angst ausgestanden, sagte die zärtliche Gattin. Gut, daß du wieder da bist; nun sollst du nie wieder von unsrer Seite. Die Kinder fielen ihm um den Hals, herzten und küßten ihn. Gierig griffen alle nach Speise und Trank, und stillten ihren Hunger und Durst.
Der Anblick seiner Geliebten brach das Herz des

