92
eiligst davon machte. — Vor den Schlangen fürchtete er sich sehr, fast eben so stark vor andern wilden Affen, denen er indeß jedes Mahl antwortete, wenn er ihr Ge- schrei hörte. Kam ihm aber einer zu Gesichte, so floh er spornstreichs mit großem Geschrei davon und verbarg sich unter den Deinen der Reisenden.
Ein Dieb war Kies wie alle Affen. Daillants Reisegefährten züchtigten ihn oft wegen seiner Mauscreien; aber es half nichts. Er befaß die Geschicklichkcit, die zugeschnürten Körbe aufzuknüpfen, und Lebensmittel daraus zu stehlen. Besonders war er auf die Milch erpicht, die er sehr gerne aß.
Branntwein trank Kies ungcmein gerne. Eines Tages feierte Vaillant ein Fest; jeder von seinen Leuten bekam einen Schluck von diesem Getränke. Kies saß seinem Herrn znr Seite, und sah mit gierigen Blicken, wie die Flasche im Kreise herumging. Bei jedem Zuge, den einer that, befürchtete er, derselbe werde die Flasche ausleeren, und er selbst nichts bekommen. Vaillant wollte sich einen Spaß machen. Er goß den Antheil, den Kies erhalten sollte, auf einen Teller, und da derselbe dazu lief, und den Branntwein schlürfen wollte, warf Vaillant ein brennendes Papierchcn hinein. Sogleich stand der Branntwein in Flammen; Kies fing an zu schreien, und sprang ängstlich einige Schritte davon; Vafllant suchte ihn wieder herbei zu locken; vergebens! Er schlich sich betroffen davon, und legre sich schlafen. —

