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holte dann Gellcrts Fabeln herbei, und ließ ihn fol- gende Fabel lesen:
Der G u ck g u ck.
Der Guckguck sprach mit einem Stahr,
Der aus der Stadt entflohen war.
Was spricht man, fing er an zu schreien,
Was spricht man in der Stadt von unsern Melodeien? Was spricht man von der Nachtigall?
„Die ganze Stadt lobt ihre Lieder."
Und von der Lerche? rief er wieder.
„Die halbe Stadt lobt ihrer Stimme
Schall."
Und von der Amsel? fuhr er fort.
„Auch diese lobt man hier und dort."
Ich muß dich doch noch etwas fragen:
Was, rief er, spricht man denn von mir?
„Das, sprach der Stahr, das weiß ich nicht zu
sagen;
„Denn keine Seele spricht von dir."
So will ich, fuhr er fort, mich an dem Undank
rächen,
Und ewig von mir selber sprechen.
Nachdem Karl alle ausgestopften Vogel mit großem Vergnügen besehen hatte, zeigte ihm der Jäger eine Eicrsammlung, die dem kleinen Naturfreunde sehr ge- fiel. Die Eier des Guckgucks fand er rundlich, schmutzig weiß und an der obern Halste braun und

