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Ehe der Meinstvck blüht, wird die Erde gejätet; die- ge< schiehkauch, wenn er Beeren hat und diese noch unreif sind. Wen» die Blüte abgesalle» ist, bindet man die Reben mitWei- tenruthen anPfile Ehe man diese Arbeit ansängt, wird der Weinstock beschnitten, damit er ein stärkeres Holz treibt, um dadurch ;u verhindern, daß er nicht zu viel Früchte trage und sich in w-»ig Jahren erschöpfe. Auch wird dadurch die Reise der Trauben befördert und es treiben »herwärts neue Sprößlinge. Die überflüssigen und falschen Knospen werden abgeschnitten und das unnörhige Hol; an den Ende» der Aeste abgenommen.

Ist der Wein reif, so sammeln die Winzer und Weinleserine nen zuerst die Trauben, deren Beeren am geräumigsten sinen und die reifsten sind, sie schneiden sorgfältig alle verfaulte Bee­ren davon ab. Bei der zweite» Sammlung nimmt man die großen vollern und weniger reifen Trauben, zuletzt nimmt man verfaulte grüne vertrocknete Trauben und.de» Auswurf.

Jetzt thut man die Trauben, um den Saft auszudrücken, unter die Presse, auf einen dicken Boden von Brettern, um dessen ganzen Umfang her eine Vertiefung oder ein eingefaßter hoher Rand ,st, in weiche» der ausgepreßte Saft läuft und »ach deff-n sanftem Abhänge in eine Tonne fließt.

Der erste Druck der Presse giebt den weiffen Wein, dieser ist vormflich, der zweite Druck giebt eine schlechtere Art. Der noch lunge W in heißt Most, und erhält erst durch das Gähre» und durch das Alter die erforderliche Güte und Stärke.