rufen, den Knaben in sein eigne» Zimmer bringen, und dir gebrochenen Fuße wieder einrichten. Nach beendigte» Geschäften mit den Soldaten gieng er sogar selbst zu Friedrichs Aeltern, um ihnen auf eine weniger schreckliche Art von dem Unglücke Nachricht ju geben. Aber er fand hier schon die ganze Familie in Bestürzung, und den betrübten Vater im Begriffe, nach seinem Sohne zu gehen.
Karl. Die Stadt ist gewiß nur ei» Städtchen gewesen, daß die Aeltern dieses schon erfahren haben.
Vater. Sie war ziemlich groß; aber ein Soldat, der bei Friedrichs Vater arbeitete, war eben im Abtreten au» dem Säle begriffen, als Friedrich nicht weit von der Thür über die Gallerie herabstürzte. Der Soldat durfte nicht ste, hen bleiben, er hatte daher beim Abmarschiren mehr gesehen, als zu sehen war, und lies spornenstreichs zu den Aeltern. Als er in die Thür trat, brachte er die gewöhnliche Redens, art: erschrecken Sie nicht! vor, wodurch die Aeltern nur noch mehr erschraken. Denn nun wußten sie auf einmal, daß sie ein Unglück hören sollten, und konnten nur desto mehr zittern, je weniger sie die Größe desselben kennoten: denn sie wußten ja nicht, ob der Soldat sagen würde: Ihr Haus brennet, oder: Ihre Kinder sind erschlagen!

