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genug besaß, und gar keine Ansprüche aus die Reichthümer seine« Onkel« machte. Ja, er suchte diesen sogar zu bereden, sein Vermögen ein par armen Anverwandten zu vermachen. Diese« führte ich zu seiner Vertheidigung an; allein die Damen fragten gleich sehr spitzig: „sind Sie dabei gewe- „sen, als er dem Onkel diese« gesagt hat? Er wird freilich ,, so sprechen, damit ihm niemand in die Karte sehen kann! „Der Onkel sollte nur ein armer Mann sein: wir würde» „sehen, wer sich dann um ihn bekümmerte Ich schwieg. O Kinder, lernet frühzeitig gerecht und schonend von andern urtheilen, und freuet euch gute« von ihnen zu hören. Nicht« schündet den, zur Tugend geschaffenen Geist de« Menschen so sehr, als das Mißtrauen, welches man in die guten Handlungen anderer setzet, wenn man allezeit dabei fragt: wer weiß, warum sie c« gethan haben?
Die Kinder versprachen, diese gute Lehre gewiß nie zu vergeffen.
Aber ihr müsset auch da« gute an dem Feinde rühmen und schützen, fuhr der Großvater fort- Diese« ist der rechte Weg, aller Mensch Freund zu weiden. Allein e« giebt viele Menschen, die e« gar nicht ertragen mögen, daß man von dem gute« spricht, den sie nicht leiden können, und so viel in ihrer Macht stehet, dazu beitragen, denselben bei andern
* recht

