Schnupftuch auf den Fußboden fiel. Hier warf Katharine Holz über dasselbe, weil sie es nicht gesehen hatte.
Ich werde dir, zur Strafe deiner Liederlichkeit, das Schnupftuch heute nicht wiedergeben, sagte die Mutter.
Ach Gott, sprach Eduard schluchzend, da kann ich ja nicht zum Großvater auf den Hügel gehen! Ich darf ihm heute nicht vor die Augen kommen, wenn ich das Tuch nicht habe.
Darin soll eben deine Strafe bestehen, antwortete die Mutter.
Aber, liebe Mutter, versetzte Eduard, ich bin ja nicht liederlich gewesen, ich habe ja nur das Hluch aus der Acht gelassen.
Wer auf die Erhaltung feiner Sachen keine Sorgfalt wendet, den nenne ich liederlich, es mag nun aus Vergeßlichkeit oder Trägheit oder Leichtsinne geschehen, sagte die Mutter. Der Liederliche schadet sich selbst und andern! Doch heute will ich einmal Güte statt der Gerechtigkeit ausüben, und dir das Tuch wieder geben.
Eduard trocknete schnell seine Thränen, sprang mit freundlichem Gesichte um die Mutter her, und licbkosere sie so lange, bis sie ihm selbst zu gehen befahl.
Er eilte nun fort, und ließ sein Schnupftuch in der Luft

