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ein frisches, lebhaftes Grün, der Thau hatte fie so gestärkt, daß fie sich alle au« der schlaffen, Hangende» Lage emporge­hoben halten, und nicht mehr, wie gestern Abend, Mangel an Saften verriethen. Neue Wohlgerüche verbreitete» sie um sich, und selbst die schlanken Pappeln, welche von der Sonne wie vergoldet schienen, dufteten zu uns herab. Die muntern Vögel wiegten sich auf den Zweigen, und belebten den Garten durch ihre abwechselnden Stimmen. Wir selbst fühlten uns so wohl, wir athmeten so frei, wir empfanden eine solche Behaglichkeit in allen Theilen des Körpers, daß ich sie durchaus nicht mit Worten beschreiben kann. Genug, es war, als ob wir zu einem neuen Leben erwacht wären.

Bendheim, hast du einen solchen Lebensgenuß gehabt, so lange du i» unsere Schule gehest?" fragte der Rektor. Nein, sagte ich, so schön ist mir kein Morgen vorgekommen. Ich will dir sagen, wie du die Morgenstunden angesun­gen hast! sprach er ferner. Du solltest mit neuen Kräften aufstehen, und hattest doch noch keine erhalten; du wärest gern wieder auf das Bett zurückgefallen, aber du dachtest daran, daß du arbeiten müßtest, und dein Leben länger ge­nießen wolltest als andere. Allein deine Augen zogen sich lichtscheu zusammen, du mußtest sie erst mit kaltem Waffer waschen, und den schlaffen Körper der scharfen Morgenluft