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meine Fehler aufmerksam machen, und mir rathen könnte; und meine guten Aeltern haben es mit meiner Erziehung verdorben: sie haben mir immer zu vielen Willen gelassen-

So sprach Emilie, und wird gewiß den Lesern gefallen- Aber sie gehörte zu den schwachen Menschen, welche ihre Fehler alle Augenblicke bereuen, und andern zugestehen, jedoch die Besserung sich nicht angelegen sein lassen. Dergleichen Menschen wollen auch gut heißen, und sich den Beifall an­derer erwerben- Dieses versuchen sie auf die Art zu errei­che», daß sie ihre Fehler bekennen, und die Besserung immer im Munde führen. Allein im Grunde spielen sie nur mit ihren Fehlern, und haben wohl gar Wohlgefallen an ihnen.

Adelheid mußte jetzt einige Geschäfte in der Küche be­sorgen; sie bat Emilien mitzugehen. Diese setzte sich in der Küche ganz gemächlich hin auf einen Schemel, und sahe ih­rer Freundinn zu, welche, zum Beigerichle für den Hecht, hartgesottene Eier klein hackte, und Petersilie dazu mischte- Die Mutter schäumte unterdeß das Rindfleisch ab, und wollte dann die Hechte schlachten und mit heißem Essige blauen. Aber das große Schlachlmeffer, welches Kalhaiiue geputzet halte, war nicht zu finden. Die Predigerinn suchte, Adel­heid suchte, sie fanden es nicht. Emilie saß bequem auf ihrem Stuhle, und schien nicht mit suchen zu wollen. Als endlich