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Hier fragten die Kinder, ob der Keller mit Bleie aus­geleget fei? ob noch jetzt Menschen in denselben gcsctzet wür­den? wie viele Mumien wohl in ihm befindlich waren?

Großvater. Das Gewölbe hat den Namen Bleikcller daher bekommen, weil man vorher, ehe es Begrabniß- play war, da« Blei zu den Dachrinnen und Orgelpfeifen in demselben schmelzte. Die erste Leiche, welche hier beigesetzet wurde, ist die eine« schwedischen Offizier« au« dem dreißigjäh­rigen Kriege, und eine schwedische Gräfinn mag wohl eben so lange darin ruhen. Beide Leichen sollen noch ganz unversehrt sein, und eine pergamentartige, harte Oberhaut haben. Die Zahne der Gräfinn stnd sehr hervorstehend und milchweiß, ihr dicker Leib ist nicht zusammengefallen. Die Zahl der Lei- . chen ist ungefähr zwölf. Als vor mehreren Jahren eine Aus­besserung des Gewölbes nöthig war, und ein Arbeirsmann dabei verunglückte, wurde dessen Leiche in den Keller gesetzt. Diese« ist also die jüngste Leiche, welche als Mumie dort ge- zeiget wird. »

Karl. Warum werden denn nicht mehr Leichen dort hineinsetzet?

Großvater. Die Antwort muß ich dir schuldig blei­ben. Ich weiß selbst nicht, warum. Doch von einigen an-