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den, der mich mit Gottes Hilfe von dem Tode rettete/ so lange ich lebe hochschätzen. In den frühesten Zeilen war Müller Rudolphs Todfeind, allein die lächerlichste Begebenheit söhnte den letzten mit ihm au«. Denn einst begegnete der Graf von Habsburg dem züricher Kriegsmanne auf einem Wege, auf dem kein Entfliehen möglich war. Müller sahe mit Schrecken seinen Feind, von einigen Reitern begleitet, auf flch zueilen,' er sahe den gewissen Tod vor Au, gen, und konnte sich nur durch eine List zu retten suchen. Eilig schwang er flch vom Pferde, zog die Beinkleider ab, und setzte flch hin an die Straße, als ob die Natur ihn zu dieser Stellung zwinge- Jetzt hielten der Graf und seine Kriegsmänner ihre schäumenden Rosse vor ihm an, jetzt lie, ßen fle schon ihre gezückten Schwerter blitzen, als Müller kläglich schrie, was für ein Ruhm es fei für einen so vornehme» Ritter, einen armen Mann mitten in einer solchen Beschäftigung umzubringen? Er möchte ihm doch so lange da« Leben lassen, bi« er seine Beinkleider wieder angezogen habe! Rudolph gestand ihm diese kurze Zeit zu. Gottlob, rief Müller mit freiem Athem, jetzt solle» mir meine Hosen gewiß nicht wieder an den Leib kommen! Darüber entstand ein allgemeine« Gelächter. Der Graf verzieh Müllern die alte Feindschaft, und halte von der Zeit den «reuesten Diener an ihm-

