scher, der geliebte Mensch, waren hier in einer Person ver- einigt. Seine glänzende Siege, sein hohe« Glück machten ihn nicht stolz. Die göttliche Vorsehung hat mich au» der Hütte meiner Vater in den kaiserlichen Pallast erhöhet, sagte er oft, und schrieb laut genug seinen treuen Dienern das Glück seiner Waffen und seiner Unternehmungen zu. Und er war der Mann, der sich mit Recht den zweiten Schöpfer Deutsch­lands nennen konnte. Durch ihn kehrten Gerechtigkeit und Friede, begleitet vom Wohlstände und der Betriebsamkeit zu­rück. Ein Schriftsteller seiner Zeit nennet ihn das lebendige Gesetz. Lange nach ihm war seine Redlichkeit noch Sprich­wort im Munde des deutschen Volkes. Er hat Rudolphs Redlichkeit nicht! sagte man von dem, der sein Der, sprechen nicht hielt. Ob er gleich den Geistlichen, die sich herrschsüchtig den Fürsten gleichstellten, sehr abgeneigt war, und sie oft mit allzu großer Strenge demüthigte, so war er doch ein eifriger Beschützer der Religion, und legte seine Verehrung gegen die heiligste Angelegenheit der Men, schen bei jeder Gelegenheit an den Lag. Als er noch Gras war, und einst auf die Jagd gieng, begegnete ihm ein Prie­ster, der das Abendmahl einem entfernt wohnenden Kranken bringen wollte. Die Wege waren von Regcngüffen verdor­ben, und der Priester halte mit dem Moraste sehr zu käm,

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