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Zehentes Kapitel.

vil!! wird die Familie Bendheim eine andere Gestalt an­nehmen. Emilie wird zwar die Gesellschaft vermehren; aber Adelheid folget dagegen jener Einladung der Gräfinn Horst, und verlffßt das väterliche Haus auf einige Zeit und Karin werdet ihr bald nicht mehr in Ruhweiler antreffen: denn Vetter Schweikert will ihn mit nach Berlin nehmen. Als er diesen Wunsch dem Prediger vortrug, war der letzte zwar betrübt, seinen Sohn von sich so weit entfernt zu se- hen; aber er dachte auch wieder, daß man einen Sohn kei­nem beffern Manne, als dem braven Schweikert zur Erzie­hung anvertrauen könne, daß sein Karl in Berlin viele Ge­legenheit habe, sich auszubilden, und unter der Aussicht eines redlichen Freunde« die Welt kennen zu lernen, die er in sei­nem stillen Dörfchen mit ganz andern Augen ansehe. Er be­willigte daher Schwcikerts Bitte, und sprach Dann mit seiner Gattinn darüber, der es viele heiße Mutterthranen kostete, ehe ihr Herz zu Karls Entfernung einwilligte- Doch wie hatte das Mutterherz einwilligen können! Ihr Verstand war es, welcher ja, sprach. Mannichfaltig waren die Ein-