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den Knaben demüthigen, und fieng nach einiger Zeit gegen den Großvater also an: ach, lieber Bendheim, gestern habe ich ei» anziehendes Buch über die Narre» der alten Zeit gelesen! Es ist doch sonderbar, auf welche Thorheiten der Mensch verfallen kann! Vor ein par hundert Jahren legten sich die Leute recht darauf, den edel» Anstand des menschli, chen Körpers durch Gcbehrden und Bewegungen zu einstel­len, die wir an den Affen, Murmelthieren, Eichhörnchen und jungen Böcken belachen. Die wenigsten besaßen Witz, und halten nur das Bestreben durch ekelhafte Handlungen, durch plumpe Einfalle und auffallende Kleidung die Aufmerksamkeit der andern auf sich zu ziehen- Das gefiel aber den Men­schen so sehr, daß sie sogar selbst Narren wurden, und eine neue Krankheit des Geistes, die Narrenwuth, entstand. Nicht allein Fürsten hatten ihre Hofnarren, sondern sogar reiche Privatleute ließe» sich durch die Poffen so eines Affenmen­schen unterhalten. Doch diese Narrenwuth ergriff auch bald die Geistlichen und das gemeine Volk. Kein Handwerk zog bei Zusammenkünften durch die S-adt, ohne ei» par Narren vor sich her springen zu haben. Daher kommt es, daß noch bis fegt das gemeine Volk verlangt, beim Auszuge der Vo- gclschützen einen Narren vorher springen zu sehen, welchen gewöhnlich der Iieler vorstelle» muß.