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Heinrich fing wieder mit der Arbeit an» welche seine Aeltern, «der seine Lehrer ihm vorgeschrieben hatten, aber es ging noch weniger, als gestern. Sehr natürlich, denn ausgeschoben wurde .im»!«, aber nie mit Lust und Liebe angefangen, und gleich die ersten Schwierigkeiten konnte der leichtsinnige Heinrich nicht Überwinden, weil er sich nicht gewöhnte, eine Arbeit munter anzugreifen, und nicht eher davon zu gehen, bis er gethan statte, waö ihm aufgegeben war. Seine Aeltern und seine Lehrer waren fast nie mit ihm zufrieden, er mußte manche Strafe leiden, und oft hatte er den Schimpf, daß Mitschüler, die weit jünger waren, als er, ihm vorgezogen Wurden, weil sie sich durch Fleiß und Aufmerksamkeit geschickter gemacht hatten. Nicht selten geschah es auch, daß Heinrich zur Strafe zu Hause, oder in der Schule bleiben mußte, wenn seine fleißigern jungen Freunde sich im Freien bei muntern Spielen erholen konnten. Und Heinrich spielte so gern , ließ so gern eine Arbeit liegen, wenn er von Spielen horte! Auch Adolf war gern bei aufheiternden Spielen, aber er war nur dann recht froh beim Spiele, wenn er vorher alles gethan hatte, was ihm aufgegeben war. Nach der Arbeit war ihm die Erheiterung noch einmal so erfreulich, weis er fühlte, daß er die Erholung verdient hatte.
So ging die Jugendzeit den beiden kleinen Freunden vorüber. Adolf war der geschickteste unter allen seinen Mitschülern ; er hatte aller gelernt, was er in dem Stande, den er wählen wollte, wissen mußte, um fortzukommen, und er empfahl sich überall durch seinen Fleiß und seine Liebe zur Ordnung. Heinrich hatte nur sehr wenig gelernt, und als er aus der Schule gekommen war, als niemand ihn mehr durch Drohungen und Strafen zum Lernen anhielt, dachte er vollend» gar nicht mehr daran, durch Fleiß nachzuholen, was er versäumt hatte. Er konnte sich durchaus nicht gewöhnen, bei einer Arbeit auszuhalten, oder irgend etwas mit Ordnung zu thun, und nie konnte er seine alte böse Gewohnheit ablegen. Alles was ihm Mühe kostete, schob er von einem Tage zum andern auf.
Er mußte nach der Schulzeit, wie Adolf, das väterliche Haus verlassen, und beide wurden auf ein großes Gut geschickt, wo sie einige Jahre die Landwirthschaft erlernen sollten. Heinrich war hier nicht thätiger und lernbegieriger, als in der Schule, und da die Zeit vorüber war, die er auf dem Gute zubringen sollte, wußte er nicht viel mehr, als an dem Tage,

