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gethan. Wir hören auch, daß die armen Bewohner Grönlands eben jetzt durch die verminderte Anzahl der Seekälber in'ihren Seen z» leiden anfangen, da dieses Thier ihnen ihren Haupt- unterhalt gewährt, so daß, wenn die Seekälber die Küste gänzlich verlassen sollten, das ganze Volk in Gefahr kommen würde, durch Mangel zu Grunde zu gehen. In alten Zeiten scheint der Walfisch nie an unsern Küsten gefangen worden zu seyn, außer wenn er durch heftige Stürme oder Ungewilter zufällig ans Ufer getrieben wurde: man hielt ihn damals für einen königlichen Fisch, und, nach der alten Sage, theilten der König und die Königin die Beute; der König behauptete sein Recht aus den Kops, und seine Gemahlin das ihrige auf den Schwanz.
Bei Oeffnung des Walfisches, den wir gctödtet hatten, fanden wir, daß eine äußerst dünne Oberhaut (epidermis) die Hauplhaut bedeckte, welche dem elastischen Harz gleicht, eine blaßblau- Farbe hat, weich und einen Zoll dick ist: unter der» selben befand sich der Speck, welcher dieß harmlose Geschöpf solcher Verfolgung aussetzt, fünf und einen halben Zoll tief; in dieser Substanz ist das Oel oder der Thran eben so enthalten, wie im Schwämme das Wasser, und wird eben so ausgedrückt; an einem großen Walsische ist diese Substanz 18 bis 20 Zoll dick. Nächst dem Speck lag eine dünne Schicht von äußerst zähen und saitcnartigen (stringy) weißen Fibern: unter dieser umgeben die Muskelhaut und das Fleisch die Höhlung des Unterleibs, der die Eingeweide enthält. Die Temperatur des Bluts war 100°: das Fleisch war dem Rindfleisch ähnlich und gar nicht unschmackhaft; aber bei einem alten

