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§. 265.

Verstellung.

Verstellung kennt der Edle nicht- Kein listiges Benehmen;

Er darf sich dessen, was er spricht Und thut, vor Niemand schämen.

§. 266.

Heu ch e l e y.

Wer fromm sich und gesittet stellt ,

Und Böses thut im Stillen;

Der täuscht zwar und betrügt die Welt;

Wird er sich Gott verhüllend h. 267.

Der redliche Rath.

Treu rathe dem, der Rath verlangt,

Ein jeder wird dich preisen;

Man muß den, welcher irrt und wankt,

Getreu zu rechte weisen.

§. 268.

Empfänglichkeit für Wahrheit. Der wird mir, welcher redlich denkt,

Die schlichte Wahrheit sagen.

Darnach will ich, ob sie auch kränkt,

Mit Eifer mich betragen.