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Herrschaft über die Meere erworben; der Handel, fast in allen Ländern der Erde, lag in ihrer Hand. Frankreich sah hierbei für sich alle O-uellcn des Wohlstandes und des Reichthums versiegen, und sann immer auf Mittel, einen Theil dieser Herrschaft an sich zu reißen. Bei dem Ausbruche jener furchtbaren Revolution, deren Folgen nach und nach ganz Europa erschütterten, erweiterte sich die Herrschaft Englands noch mehr, und es war auch bei den größten Anstrengungen beinahe nicht möglich, etwas über sie zu gewinnen. Doch das unerschöpfliche Genie eines Mannes, der unter dem Na­men Napoleon beinahe ganz Europa beherrschte, und damals nur noch ein französischer General war, entwarf auf einmal den kühnen Plan, England in seinem Innersten zu erschüttern, und, durch die Eroberung von Acgnpten, sich einen neuen Weg nach Ostindien, in die reichsten Provinzen Englands zu bahnen. Hier gedachte er, den wichtigsten Feind Frankreichs in seiner Lebenskraft schwer zu verletzen. Er wurde zum Anführer dieser wichtigen Unternehmung bestimmt, und man hatte sich auch in dem Muthe und dem Glücke dieses seltenen Mannes nicht getäuscht. Die Flotte ging zwar bei Abukir schrecklich verloren, doch nicht durch seine Schuld. Die Ar­mee war ausgeschifft, und in kurzer Zeit ganz Aegypten erobert. Irtzt sollte der Weg nach Syrien gehen, die türkische Armee des Ghczar Pascha ward geschlagen, noch mußte St. Jean d'Acre er­obert werden; doch hier sollte der große Entwurf sein Ende errei­chen! Die Belagerung dieser syrischen Festung war unstreitig eine der wichtigsten Begebenheiten de-s vorigen Jahrhunderts. Von ihrer Eroberung hing das Schicksal eines großen Theils Asiens, der Os-