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Nachtrag

zur eilsten Ordnung der Saugthiere I. B. Nro. 5-.

Außer dem daselbst beschriebenen gemeinen oder Grönländischen walisische sind- noch folgende wallfischarttge oder säugende Srethiere anzumerken, welche zwar von den alten und einigen neuern Naturforschern zu den Fischen gezählet worden, aus den im I. B. S. 187. angeführten Gründen aber mit Linnee und andern zu den Säugthieren geordnet werden müssen.

Der Narwal.

Dieses Thier , welches nicht allein in den nordischen , sondern auch in andern Meeren angetroffen wird, und eine Größe von achtzehn bis sechzig Schuh erreicht, ist wegen der zweyen, drey bis vier Ellen langen aus dem Kiefer durch die Oberlippe hervor ragen­den, armdicken, weiffen und elfenbetnartigen Zähne oder Hörner merkwürdig. Da man den Narwal gewöhnlich nur mit einem Zahne antrifft, indem der andere abgebrochen ist; so ist ihm auch der Nahme Seeeinhorn *) beygelegt worden.

») Ehedem , »nd nod> vor kurzer Zeit hat man diese Narwal-Körner für die Körner des so ge- naniiten viersüßigcn Einhornes gehalten, und sie als große Seltenheiten sehr theuer bezahlt.

Iegt ist der Betrug entdeckt, und jedermann weiß nun, daß es kein Einhorn, und also auch keine Einhornehörner, wohl aber gewisse Walfische gebe , die Sceeinhorn genannt werden, und zwcp Zähne ober Körner an der obern Linlade hervor stehen haben.

Der Kachelst.

Die Kachelote haben in der untern Kinnlade spitzige Zähne, und eine Luftröhre welche bey einigen Arten nahe am Nacken auf dem Scheitel, bey andern vorn an der Schnauze liegt.

Der potfisch , dessen großer unförmlicher Kopf mehr als den dritten Theil sei­nes Körpers ausmacht, wird bis sechsztg Fuß lang. Zn den Blutbehältern des Ge­hirns findet sich der Wallrat ( lpcrma ceü ) als ein milchweißes Oel, und im Unter- leibe in besondern Beuteln der wohlriechende Ambra. Aus dem Felle bereitet man auch Tran, und aus den sehnichtcn Theilen wird Leim gesotten.

Der Delphin.

Die Delphine, oder Merschweine haben in beyden Kinladen spitzige Zähue> und auf dem Kopfe eine Luftröhre-

Der Braunfisch, (Fig. 5.) unterscheidet sich von den übrigen Arten dieser Gat­tung durch seinen fast kegelförmigen Körper, breiten Rücken, »nd etwas stumpfen Rüs­sel. Er wird bis acht Fuß lang, und in den Europäischen Meeren häufig angetroffen» bey einem entstehenden Sturme springt er oft aus dem Wasser, und versammelt sich haufenweise um die Schift; sein Fleisch ist eßbar.

*) £ i n n e e. i. 8. 8. 47S* ti. 6. s. 81 o d>. 3. ffb. 8. 117 u. t. f. Cf » 11. 8* 234 «. 5. f.

Lass. 6. «2i u.£&.2f. Ebe rt. ». 8. 174 a. »75. 8ricf.