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ju verfertigen pflegt, ausmachen. Das Maul dieser Thiere ist ohne Zähne. Ihre Nahrung bestehet in allerhand Seegewächsen, kleinen Krebschen und andern dergleichen Thier- chen. Viele Schildkröten nähren sich auch eine gute Zeit hindurch bloß von einigen Feuchtigkeiten ; daher man sie viele Tage, wenn man sie in einen feuchten Keller setzt, ohne alle andere Nahrung frisch und lebendig erhalten kann. Sie haben überhaupt ein sehr zähes Leben; denn sie bewegen sich noch einige Tage, nachdem man ihnen den Kopf abgeschnitten hat. Sie gebühren nicht lebendige Junge, sondern legen Eyer, die eine häutige Schale haben.
Man kennt schon über funfzeh.en Arten von Schildkröten, von denen sich einige Im Wasser, andere aber auf dem trocknen Lande aufhalten; daher man Wasserschildkröten und Landschildkröten zu unterscheiden pflegt. Don den erster» leben einige bloß im Meere, verschiedene aber auch in süssem Wasser. Jene, nähmlich die Mcerschildkröten, unterscheiden sich von den übrigen vorzüglich durch die Gestalt der Füße, welche nicht allemahl Nägel haben, und mehr mit den Flößen der Fische, als mit den Füßen der vierfüßigen Thiere überein kommen. Bey den Flußfchtldkröten haben die Füße ordentliche Zehen, die mit -einer Schwimmhaut verbunden sind , und bey den Erdschildkröten sind gemeiniglich die Zehen ganz frey und ohne Schwimmhaut.
Von den Meerschildkröten, unter denen es die größten Arten gibt, ist diejenige eine der gemeinsten, weiche die Seefahrer Pgpageyschnabcl nennen, weil der kleine Kopf das Ansehen eines krummen Schnabels hat. Die knochige Schale ist bey dieser Art, von welcher das meiste Schildkrot kommt, vollkommen herzförmig, und an dem Rande sägeförmig gezackt. Sie hat vierzehn Blätter, ohne diejenigen zu rechnen, welche den breiten Rand ausmachen. Jedes Blatt ist ungefehr eine Spanne lang, und hat allerhand bräunliche und gelbe, zum Theil durchsichtige Flecken. Die Länge dieser Schildkröte, welche man sehr häusiq in den Asiatischen und Amerikanischen Meeren antrifft, beträgt bisweilen drey Schuh und die Breite drittehalb Schuh.
Zwischen den Wendezirkeln gibt es noch viel größere Meerschildkröten, von denen einige eine Länge von acht bis neun Schuh erreichen, und so viel Stärke besitzen, daß sie sieben bis acht Personen auf ihrem Rücken forttragen können« Diese großen Schildkröten haben kein herzförmiges, sondern ein längliches eyrundes Schild, welches gemeiniglich nicht mit hornartigen Blättern, wie bey der vorigen Art, sondern mit einer dicken Haut, die dem Ochsculedcr gleicht, und durch verschiedene Nähte an einander gesetzt zu seyn scheint , bedeckt ist. Aus dergleichen Schildern pflegen die Indianer Kähne, Tröge und Koffer zu machen. Die meisten, auch von diesen großen Arten, sind eßbar. Vorzüglich wird die so genannte grüne Schildkröte, welche dics.n Nahmen wegen ihrer grünlichen Schale erhalten hat, sehr hoch geschätzt. Das Fleisch soll nicht nur einen sehr angenehmen und noch bessern Geschmack als Hühnerfleisch haben, sondern auch

