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«icht nur die Speisen kosten, sondern auch an den Mund bringen. Vielleicht sind sie über dieses, wie einige Naturforscher muthmaßen, die Werkzeuge eines besondern, un- unbekannten Sinnes.
Das Bruststück, hinter welchem oberwärts das so genannte Schildchen liegt, ist bey einigen Arten fast ganz rund, bey andern eyförmig oder zilindrisch, auch bisweilen fast ganz kugelförmig, bisweilen viereckig oder noch anders gestaltet. Bey manchen Arten hat es einen Rand mit einer Einfassung, und oft ist es mit dem Hinterleib! nur durch einen dünnen wie ein Stiel gestalteten Theil verbunden.
An den Seiten des Rumpfs, und zwar größtenthetls an dem Bruststück, zum Theil aber auch an dem Hinterleibe, bemerkt man Luftlöcher, welches kleine länglichrunde Oeffnungen der Luftröhren sind, die sich durch viele feine Zweige in dem Körper der Jnsecten überall ausbreiten, und auf diese Art die Luft zu allen Innern Theilen leiten. Wenn man diese Luftlöcher, deren sich auf der einen Seite so viel als auf der andern befinden, mit Oel oder andern fetten Materien bestreicht, so stirbt das Insect, weil durch diese fetten Materien, deren Theile einen ziemlichen Zusammenhang unter einander haben, das Eindringen der äußern Luft, welche auch zum Leben der Jnsecten unentbehrlich ist, verhindert würde.
Der Schwanz, welcher aber nicht bey allen Arten gefunden wird, ist bald einfach, bald zusammen gesetzt, auch bey vielen Gattungen mit Borsten, oder mit einer Gabel , Zange, Scheere oder Stachel versehen. Des Stachels bedienen sich diese Thier- chen nicht nur zu ihrer Vertheidigung, sondern auch um Löcher in die Bäume, Pflanzen, Häute der Thiere und andre Körper zu bohren , damit sie ihre Eyer hineinlegen können.
Bey den Füßen, welche den Jnsecten nicht bloß zum kaufen und Springen, sondern auch zum Graben, zum Schwimmen und zur Lenkung ihres Körpers im Fluge dienen, lassen sich drey Haupttheile unterscheiden, nähmlich das Dickbetn oder die Hüfte, der Schenkel und der eigentliche Fuß, welcher aus verschiedenen Gelenken besteht, die denselben beweglich machen, und bey einigen Gattungen mit Klauen und Haken, bey andern mit Fasern oder schwammichten Kissen oder mit andern ähnlichen Körperchen besetzt ist, wodurch die Jnsecten unter andern auch diesen Vortheil erreichen, baß sie sich vermittelst ihrer Füße an die glattesten Körper anhalten können. Die Gestalt und übrige Beschaffenheit der Füße ist übrigens bey den unterschiedenen Gattungen eben so sehr verschieden, als ihre Anzahl. Ein Insect hat wenigstens sechs Füße. Denn man findet zwar in den Naturaliensammlungen Schmetterlinge und andere Jnsecten mit vier Füßen; allein dieses kömmt daher, weil beym Verschicken dieser getrockneten Thierchen leicht ein Paar Füße verloren gehen. Wenn man Gelegenheit hat, der gleichen vtrr- füßige Jnsecten lebendig zu bekommen, so wird man bey ihnen allemahl wenigstens sech- Füße antreffen. Es gibt aber außer den sechsfüßigen und achtfüßigen auch solche Jnsecten, die zehn, zwölf, sechzehn, achtzehn, ja hundert und mehr Füße haben. Bey einigen Jnsecten, wie z. B. bey den Schmetterlingen, sitzen alle Füße an dem Truste

