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Die Punctcorallen.

Die punctcorallen oder Milleporen sind auf der Oberfläche mit einer unzähli­gen Menge kleiner runden Löcherchcn besetzt, die nur wie Puncte aussehen, und bis­weilen so fein sind, daß sie sich kaum mit einem gemeinen Vergrößerungsglas! bemerken lassen. Man findet, und zwar in verschiedenen Meeren, auf vierzehn Arten von die­sem Geschlechte, wovon einige über einen Schuh hoch wachsen *).

») Sig. i. ist die Spigonooralle oder Ncptunsmanschctte , millcpora celialosa abgobiidck ; sie ist nicht dicker als stark Papier, blätterig gebogen, und gekräuselt gewachsen, von reichli­cher ober gelblicher Aarbo, mit länglichen Löcherchcn ganz durchbrochen, immer trich­terförmig gebogen, und auf verschiedene Art durch einander gewachsen. Die Löch-rchen ste­hen eins umo andere, und einiger Maßen reihenweise dicht bepsammcn. Zwischen diesen- cherchen ist dennoch die Oberfläche mit kleinen, fast imstchtbarcn Löchern durchstochen, wel­che die'hrchen sepn sollen , worin die Polppcn wohnen. In der See gibt es schöne über einen halben Schuh hohe dergleichen Trichter oder Manchette» , aber wegen ihrer zarten Srructur und großen Zerbrechlichkeit stiidet man in den Labinetten kaum zwep bis drep Zoll große Stücke, und es find alsdann noch seltene Erscheinungen, unter welchen man doch auch einige Verschiedenheiten wahrnimmt.

Die Sterncorallen.

Die Sternkorallen oder Mabriporen, wovon es die meisten, nähmlich fünfund dreyßig Arten gibt, unterscheiden sich von den beyden vorher gehend n Geschlechtern durch die sternförmigen Poren oder Oeffnungcn, worin gelbliche gallertartige Thierchen woh­nen , um deren Kopf acht Arme hervor treten, welche in den Blättern des Sterns liegen *).

») SB- z. ist die weisst Loralle ober Augeiicoralle, madrepora ocu!a(a abgebildet; diese Stern* koralle wächst auf einem Stiele, ist röhrenartig , glatt , verschieden, wie ein Wurzelstück knottig und gebogen, etwas schief gestreift, in und aneinander verwachsen, und mit zwepsa- chen eingedruckten Sternen versehen. Sie ist eigentlich die gemeine wciffe Loralle , welch«

. in den Apothecken zu verschiedene» Arzeuepen gebraucht wird , und ehedem nur allein au«

Ostindien gebracht wurde , wiewohl man auch ähnliche im mittelländischen Meere, in der Nordsee, und in etlichen Amcricanischen Gewässern ftudet.

Jig. a. ist ein abgebrochener Ast von der baumkörmigen, rauhen oder stachlichcn Loralle, inadrepoia spinosa , muricata , vorgestellt: diese Loralle sigr oft allein , oft aber mit vie­len andern zugleich , buschweise und wie eine kleine Waldung auf einem §elsen fest , die Aeste der benachbarten Stämme sind oft mit einander verwachse», welches eine» reizenden Anblick gibt , besonders wenn diese Loralle , wie es oft geschieht , zwep und mehr Schuh hoch ist.

Die Zellencorallen.

Die Zellencorallen oder Zelleporen, wovon man ungefähr sechs Arten kennt, haben weder röhren - noch sternförmige , sondern entweder dreyeckige oder viereckige, oder noch anders gestaltete Höhlen, deren Einwohner Po ypcn sind, von denen einige sechzehn Hörner oder Arme an dem Kopf führen *).

*) Linnee, Naturspstem «. Th. 2. S. Dnorro, Naturalien««--»»! Tab. A. 3. A. l. 2 .

A. II. 1. A. III. 5. Lesk 0 algemeine Natur- und Tiergeschichte S. Lu, d. f. Lbcrts Naturlehre z. L. 2«2 Lrief.