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phyrsäulen, mit denen die Kirche architektonisch geschmückt war und^welche die Franzosen in das Museum nach Paris gebracht hatten, ist unseres Wissens, nur ein kleiner Theil wieder zurück er­stattet worden. ,

Dompfaff (20). Er gehört zur Ord­nung der Singvogel und heißt auch Gimpel, Blutfink. Sein Schnabel ist stark gewölbt, stumpf, die Farbe des Vogels aschgrau mit schwar­zem Kopf, Schwanz und Flügeln und roth oder bläulichgrau sein Unterleib. Die Farbe variirt aber oft bei ihm. Man findet ihn in Europa, meist paarweis, als Strichvogel. Er frißt alle Arten von Beeren und Samen, ist sehr zärtlich, wird leicht zahm und lernt bald Melodien pfeifen und Worte nachsprechen. In England wird ei­ner, der neue Melodien pfeift, mit einem Karo- lin bezahlt. Auch im freien Zustande ist er we­nig lebhaft und hat etwas Melancholisches an sich. Sein Nest findet man auf erwachsenem Stammreisig. Das Weibchen legt jährlich zwei­mal 3 bis 6 bläulichweise und bräunlichgefleckte Eier, die es mit dem Männchen gemeinschaftlich in 15 Tagen ausbrütet.

Dorf (21). Mehre für sich gelegene meist zur Betreibung der Landwirthschaft einge­richtete Häuser, nebst dazu gehörigen Grundstük- ken an Feldern k., die weder Ringmauern noch Statdrccht haben, begreift man unter den Namen Dorf. Die Bewohner eines solchen, Landleute, kennen unsre Leser schon (s. Ackersmann (3) S. 6. und Bauern (12) S. 12). Sie bilden eine Gemeinde, de­ren Vorsteher, je nach dem Lande, Richter, Aelte- sten, Gemeindevorstände tc., heißen. Einzelne Häuser darin, welche nur Bewohnern der Städte gehören, die sie zu ihrem Sommerausenthalte be­nutzen, nennt man Landhäuser, Villa's.

Dornen (22) sind stechende Spitzen an manchen Gewächsen, z. B. Schlehen, Weißdor­nen, welche aus dem Holze durch die Rinde her­vorragen. Sie treiben nicht selten an ihrem Grunde Blätter und Blüten und man kann sie deshalb für eine Art Obst ansehen.

Drache (23). Wer von unsern jungen Lesern sollte einen solchen hier abgebildeten Dra­chen nicht gesehen und ihn zur großen Ergötzlich- keit in die Lüfte haben steigen lassen? Für dieje­nigen, welche dies angenehme Spielwerk nicht ken­nen, bemerken wir, daß sie gewöhnlich aus, durch dünne Holzstäbe ausgespanntem und auch an den Rändern durch Holzspäne gespannt erhaltnem, zu­sammengeleimtem Papiere bereitet werden; der

Schweif, etwa 7 Mal so lang als der Körper, ist von Bindfaden, in welchen man aller zwei Zoll doppelt zusammengelegte, 2 Zoll lange Papierstrei­fen einknüpst. Auch die

Drekorftcl (2-1), mit welcher arme Leute, besonders auf Jahrmärkten und bei Volks­festen, sich etwas zu verdienen suchen, kennen unsere Leser wol alle. Sie ist eine kleine, trag­bare Orgel, die durch Umdrehung einer Kurbel gespielt wird.

Drchfiukl (25) ist ein Stuhl mit und ohne Lehne, der keine Füße hat, sondern mit einer Schraube in einem Bocke steht, so daß er leicht herumgedreht, auch wol höher und niedriger, je nach Bedürfniß, geschraubt werden kann.

Dreifuß (26) nennt man einen eiser­nen Ring mit 5 Füßen, welcher über das Feuer gesetzt wird, um Töpfe tc., daraus zu stellen.

Drescher (27) sind diejenigen Perso­nen, welche das Dreschen, d. h. das Ausschlagen der Körner aus den Achren, besorgen. Das dazu gehörige Werkzeug, Dreschflegel, besteht aus einem 4 5 Fuß langen Stiel (Handruthe) und einem 2 2| Fuß langen Klöppel (F l e- gel), welcher mit dem Stiel mittels einer Kappe von Leder (Flegelkappe) so verbunden ist, daß er sich nach allen Seiten bewegen läßt.

Drohung (28) ist die durch Worte oder Handlungen gegebene Erklärung, Jemanden eine Unannehmlichkeit zuzufügen. Wie schon dies am deutlichsten auf unsrer Abbildung, wo der Vater den Sohn zu strafen droht, weil dieser durch Un­vorsichtigkeit beim Springen und Klettern leicht ein Unglück nehmen konnte, was dem andern Knaben nahe bevorsteht. Er scheint aufrichtige Reue zu bezeugen, und so wird es der Vater wol bei der Drohung bewenden lassen.

Dromedar (20). Die Karncele, welche die Araber Schiff der Wüste nennen, sind häß­liche Thiere, was man aber wegen ihres gro­ßen Nutzens gern übersieht. Sie sind gelehrig, muthig und bei schlechter Behandlung rach­süchtig. Sie nähren sich von verschiedenen Pflanzen und sind so genügsam, daß ihnen sogar ein alter Weidenkocb schmeckt. Sie saufen sehr viel Wasser auf einmal (man sagt, zuweilen wol an 240 Maas), dagegen können sie aber auch 8 14, ja 20 Tage lang dursten, weshalb sie einen unschätzbaren Werth für die Bewohner Asiens und Afrika's haben, denen nur dadurch das Reisen durch die großen, wasserlosen Sand­wüsten möglich wird. Im Nothfall schlachtet