lebt in Südafrika, in Angola und am Kap; hat sechs lange, schwarze Schwanzfedern, einen schwar­zen Kops, Schultern und Bauch sind roth. Sie wird zuweilen nach Europa gebracht und fälsch­lich Paradiesvogel genannt.

Paradiesvogel (Itt). Ein rabenar- tiger Vogel auf den Papusinseln einheimisch, von der Größe unsrer Drosseln. Sein Schwan; be­steht aus 12 Federn, von denen sich 2 drathför- mig verlängern; aber nur die Männchen bekom­men das prächtige Gefieder und zwar erst im drit­ten Lebensjahre. Es gibt viele Arten, welche sämmtlich, auch der seltene rothe und der weiße Paradiesvogel im Naturalien -Kabinet zu Dres­den zu sehen sind.

^Passionsblume (II). Diese auslän­dische, bei uns nur in Treibhäusern oder Töpfen gezogene Zier- und Schlingpflanze ist in Brasilien einheimisch und ihrer schönen Blumen wegen be­liebt. Das Geschlecht Passiflora, vorzüglich in Südamerika und den westindischen Inseln ein­heimisch, liefert in einer großen Menge Acten, die sich meistens durch schöne Blüten auszeichnen, von denen einige sehr beliebte Topfpflanzen sind. Die Blüte trägt inwendig Theile, welche man mit den Passionswerkzeugen vergleicht. >

Pastete (12). Ein Produkt der verfei­nerten Kochkunst, die Vereinigung nahrhafter und wohlschmeckender Speisen, meist Fleischspeisen, die in einen Teig gelegt und mit gleichen Deckel ver­sehen im Ofen gebacken oder gebraten werden. Nach dem Inhalte einer Pastete unterscheidet man: Aal-, Auster-, Gänseleber-, Hasen-, Schinken-, Trüffel-, Stockfisch-, Wildprekpa- steten u. a.

Patagonier (12). Die Einwohner des Südamerikanischen Landes Patagonien nörd­lich der Magellanischen Meerenge. Sie sind von langer Gestalt, wenn auch gerade keine Riesen, kupferfarbig, haben langes, schwarzes Haar, klei­den sich in Felle und sind treffliche Reiter, denn ihr Land, reich an Viehweiden, hat nebst vielem Rindvieh auch wilde und zahme Pferde.

Patrontasche (14). Eine Tasche von Leder, wasserdicht verschlossen zur Aufbewahrung de« Schießbedarfs (Patrone genannt), der Sol­daten. Sie wird an einem breiten Riemen, ent­weder über die Achsel gehangen oder an einem schmäleren um dcn Leib geschnallt, getragen. Bei manchen Waffengattungen ist der äußere Deckel derselben mit einem blanken Schilde von

Messing, worauf der Namenszug des Regenten be­findlich, versehen.

Pauken (15). Die Pauke besteht aus einem kupfernen Kessel, über welchem an einem eisernen Reifen eine gegerbte, ledern« Haut aus­gespannt ist, die mittels eiserner Schrauben höher und tiefer gestimmt werden kann und mit hölzer­nen Schlegeln, geschlagen wird. Der Pauker pflegt die vorgeschriebenen Noten nicht einfach, sondern mit gewissen Schlagmanieren, anzugeben. Man bedient sich der Pauken im Orchester, in der Kirchenmusik und bei andern vollstimmigen Musiken.

Pavian (16). Er gehört zu den Affen der alten Welt, hat einen Hundskopf, starkes Gebiß, Backentaschen und nacktes, oft blutrotheS Gefäß. Er ist geschwänzt, sehr wild und an Größe sehr verschieden. Findet sich in Afrika.

Peitsche (17). Ein bekanntes, einfa­ches Instrument, in der Regel zum Antreiben der Zugthiere. Von der Peitsche, als beliebtes Spielwerk des Knaben, bis zur Fuhrmannspeit­sche, gibt es viele Species, die an Größe einan­der sehr verschieden. Es gibt, nach dem Ge­brauche, eine Reit-, Kutscher-, Fuhrmanns-, Courier-, Hetz-, Schlitten-oder Knallpeitsche und andere. Derselben Verfertigung wird fabrikartig betrieben, außerdem ist sie das Geschäft des Rie­mers.

Pelz (18). Ein Kleidungstück von Thier- fellen vom Kürschner verfertigt. Die vorzüglich­sten Thiere, die Pelzwerk geben, sind: Schaf, Bär, Biber, Dachs, Eichhörnchen, Fischotter, Fuchs, Hase, Wiesel, Iltis, Katze, Leopard, Ti­ger, Luchs, Marder, Panther, Wolf, Zobel u. s. w. Das Pelzwerk wird nicht blos in Naturfarbe vom Kürschner verarbeitet, sondern von ihm auch oft vorher gefärbt.

Perlenschnur (18). Die Perlen sind Erzeugniß eines Thieres, welches die Perlmut- termuschel bewohnt und in Meeren der wär­meren Ecdgezenden lebt. Stellen in der Tiefe des Meeres, wo sie in Menge gefunden werden, heißen Perlbänke. Sie werden durch Taucher heraufgeholt. Ueber das Entstehen der Perlen ist man noch ungewiß. Einige hallen sie für ein Verwahrungmittel des Thiers gegen Bohrwürmer, andere für durch Krankheit desselben verursachte Auswüchse, noch andere für verhärteten Schalen- sast, woraus die Muschelthiere ihre Gehäuse ver­größern. Sie kommen als Schmuck, größtentheils aus dem Oriente in den Handel und werden