- 102

stielrunde Blumenstiele, und die Asterblumen sind unterhalb rund und gekerbt.

Scbotlländer (54). Die Hochschottlän­der, welche sich durch nur ihnen eigne Sitten, Waffen und Kleidungstücke auszeichnen, der Re­gierung Englands untergeben sind und der katho­lischen Kirche angehören, sind von starkem, aus­dauerndem Körperbau, tapfer gastfrei, und treiben Ackerbau, Jagd, Viehzucht, Fischfang, u. Ihre Kleidung besteht statt der Beinkleider in mehrern Ellen Zeuge (Plaid), welches um die Hüften ge­wunden ist und zugleich als Bedeckungsmittel bei Nacht und Regen dient. Uebrigens haben sie un­term Knie gebundene Strümpfe an den Füßen.

Der Schraubrstock (55) ist ein jedem Metallarbeiter unentbehrliches eisernes Geräth, welches, indem es an dem Werktische befestigt ist, dazu dient, in seinen zwei, gleich einer Zange einander gegenüberstehenden Theilen, welche durch eine Schraube enger oder weiter an einander ge­bracht werden können, die zu bearbeitenden Ge­genstände einzuklemmen und festzuhalten. Kleinere Schraubstöcke nennt man Feilkloben.

Ein Schreiber (56) ist vornehmlich der­jenige, der seinen Beruf und Lebensunterhalt im Abschreiben sucht. Zu seinen besonders nöthigen Geräthen gehört das

Schreibzeug (87), gewöhnlich ein Kästchen, worin Dintefaß und Streusandbüchse, auch wol aller übriger Schreibapparat, außer Papier und Lineal, befindlich ist. Bei vornehmen Leuten sind die Schreibzeuge öfters Luxusartikel.

Schubkärncr (38) nennt man dieje­nigen Handarbeiter, welche, indem sie einen Schiebkarreu vor sich Herschieben, Erde, Schutt rc. fortschaffen.

Schüssel (58), ein hölzernes, irdenes, porzel­lanenes oder metallnes Geschirr von flacher, mehr oder minder vertiefter Gestalt, um Speisen darin auf den Tisch zu bringen. Man unterscheidet, Braten-, Suppen-, Gemüße-, Sallat- rc. Schüssel.

Schuhe (60), eine Jedem bekannte, be­sonders für uns in kältern Gegenden wohnenden und übrigens jedem civilisirten Menschen unent­behrliche Fußbedeckung. Gewöhnlich wird diese Bekleidung von dem

Schuhmacher (61) von Leder gefer­tigt; doch verwendet er auch öfters Tuch, Sam­met, Zeuge, Filz und Kautschuck dazu. Der Schuh selbst besteht aus der Sohle, oder einem in Fuß- sohlensorm geschnittnen festen starken Stück Rinds­oder auch manchmal anderm Leder, und dem Ober­

theile oder Oberleder, welches das Fußblatt und die Ferse bedeckt, genau dem Fuße anliegt und gewöhnlich von schwacherm Leder oder von obenge- nannten andern Artikeln gefertigt ist. Nächst- dem liefert dieser zünftige Handwerker, da vor­zugsweise die Schuhe blos von den Frauen ge­tragen werden, für die Mannspersonen Stiefeln ( 24 ), die sich vor den Schuhen darin unterschei, den, daß sie von festerm Leder gearbeitet sind und das Oberleder weiter am Fuße hinauf geht und die Waden bedeckt. Es gibt Halb-, Reit-, Schif­fer- und lange Stiefeln rc., ingleichen Ballschuhe, hohe, umgewandle re. Schuhe. Der Schuhmacher braucht als Handwerkszeug, Leisten, Hammer, Zange, Garn, Schustecdraht, Pech, Fummel- rc. Hölzer, Holz- und Eisenstifte, Pfriemen, Orte, Ahlen, Knieriemen, Beschneidebreter rc.

Schulcxamen (62) ist die Prüfung der in einer gewissen Zeit von den Kindern gemach­ten Fortschritten in Gegenwart höherer Gastlichen und der Angehörigen der Kinder, durch den

Schulmeister (63), welcher die Kinder in der Religion, dem Lesen, Schreiben und Rech­nen, in den Naturwissenschaften, Sprachen rc« zu unterrichten hat.

Schttppenthier (64), zur Ordnung der zahnlosen Saugethiere gehörig, das kurz- geschwänzt, ist 3 4 Fuß lang, mit etwas kür­zerem Schwänze, sehr langsam, gräbt in Höhlen, lebt von Ameisen und hält sich in Ostindien auf. Sein Körper und Schwan; ist mit großen, zie- gelförmig übereinanderliegenden, beweglichen Schup­pen und seine Füße mit starken Krallen versehen. Das langgeschwänzte Schuppenthi'er ist 2 3 Fuß lang, der Schwanz viel länger, die Schuppen ha­ben Spitzen; lebt in Guinea, am Senegal.

Die Schwalben (65) gehören zu den sperlingartigen Vögeln und zur Familie der Sperr- vögel, schweben fast beständig in der Luft und jagen Käfern, Schnaken, Fliegen rc. nach, wovon sie sich nähren. Ihr Nest (66) hängen sie an Bäumen, Gebäuden und Felsen auf. Sie sind bekanntlich Zugvögel, trinken und baden sich flie­gend, indem sie auf der Wasserfläche Hinstreichen, haben einen kleinen, vorn gebognen Schnabel, wei­ten Rachen, kurze Füße, lange Flügel und gabel­förmigen Schwanz.

Schwalbenschwanz (67). Dieser schöne, gelbe, zu den Ritterfaltecn gehörige Schmetter­ling mit seinen schwarzen Flecken und Strichen, schwarzem Rande mit Mondflccken und am Zipfel mit rothem Auge, neckt manchmal durch seine»