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llc&crsdniftc (I), Galloschen, Fußbeklei­dung, welche man bei schmutzigem Wetter über die Stiefeln oder Schuhe zieht, um den Fuß vor Nässe und Schmutz zu schützen. Gewöhnlich werden sie vom Schuhmacher gefertigt, doch hat man in neuerer Zeit welche, die aus Kautschuk (Gummi clasiikum) bestehen.

Ulanen (2), Lanziers, eine Abtheilung der leichten Kavalerie, welche außer Pistolen und Säbel, eine lange, mit einem Fäbnchcn versehene Lanze führen. Ihre Kleidung ist sehr zierlich und leicht, besonders zeichnen sie sich mit ihrer vier­eckigen, hohen, mit Federbusch geschmückten Mütze vor andern Truppengattungen aus.

Ubr (3), Zeitmesser, ist ein Werkzeug, nach welchem die Tages - Zeiten in gewisse bestimmte Theile abgetheilt, oder überhaupt die verflossene Zeit gemessen wird. Es gibt Sonnen-, Wasser-, Sand-Uhren, welche ohne große Kunst herge­stellt werden; dagegen Gewicht-, Feder-, Pcndul- und Schlag-Uhren einen eignen Gewerbzwcig ausmachen.

Udrkctte (- 1 ), eine goldene, silberne, mes­singne oder stählerne Zierrath oder Kette, um die Uhr daran zu befestigen. Sie dient zum Theil als Schmuck für die Männer und Frauen, zum Theil auch zum Schutz gegen das Verlieren der Uhr.

Der Uhrmacher (5) wird zu den Künst­lern gerechnet. Sie theilen sich in Groß- und Klein-Uhrmacher. Erstere liefern eiserne und hölzerne Uhren, wie z, V. die Thurm - und Wand­uhren; die letzteren hingegen Stutz- rc. und Ta­schenuhren, Ehcvnometer, Secuhren und derglei­chen. Der Uhrmacher muß in Arithmetik, Phy­sik und Astronomie bewandert sein. In neue­rer Zeit beschäftigen sich viele Fabriken mit An­fertigung von Uhren, so daß von den Kleinuhr- machern jetzt wenige noch neue liefern und daher öfters blos aus das Repariren und das Zustiren von Fabrikuhren (d. h. denselben die nöthige Ge­nauigkeit gebe»), angewiesen sind.

Der Uhu (6), zu den Ohreulen, gehörig, führt auch die Namen Buhu, Schuhu, große Ohr^ «ule, Goldeul«, ist die größte deutsche Eule, denn sie erreicht eine Lange von 30 Zoll und eine Breite mit ausgespannten Flügeln von 6 Fuß. Sie hat einen schwarzblauen, krummen Schnabel, eben so gefärbte Augen mit gelber Einfassung, einen plum­pen , dicken, der Katze ähnlichen Kopf, 4 Zoll lang«, gefiederte Ohren (daher den Namen Ohr­

eule), gelbbraunen Schleier, ist oben und unten rostgelb, mit schwarzen Flecken und Zickzacks, wei­ßer Kehle. Sie jagt des Nachts aus Hamster, Ratten, Mäuse, Vögel, doch wagt sie sich auch an junge Rehe und Hasen, ist ziemlich stark und muthig und wird von den Jägern bei Tage zu Anlockung von Dohlen, Krähen, Würgern rc. auf den Krähenhütten gebraucht Ihre AufenthalkS- Orte sind hohle Bäume, Burgen, Schlösser, Thürme und Felsen. Diese Eule hat wegen ih­rer Stimme, welches in einem gedämpften schnell­wiederholtenPuhu, Puhu," hu, dem Hohngeläch­ter ähnlichen Geschrei und Wiehern besteht und ihren des Nachts feuerscheinigen Augen, vermuth­lich zu der Sage vomwilden Heere" Anlaß ge­geben. Vgl. übrigens: Eule S. 36.

Die Ulme ( 7 ), auch Rüster genannt, ist ein ansehnlicher, hoher Baum, mit am Grunde ungleichen, doppelt gesägten, dunkelgrünen, unten an den Adcrwinkeln bärtigen Blättern und glatten Aesten, dunkelgrünrothen, an den äußern Zweigen befindlichen Blüten und Flügelfrüchtcn. Sein Holz ist sehr nutzbar, die Blatter geben gutes Futter für Schafe und Ziegen und die Rinde wird im Norden manchmal zu Brod verwendet. Sie erreicht ein Alter bis zu 100 Jahren, beson­ders wen» sie feucht steht. Häufig ist sie in Ita­lien und Süddeutschland, weniger kommt sie je­doch in Norddeutschland vor.

Die Unalaschker (8) leben auf einer der größten dem russischen Staate einverleibten vul­kanischen Insel aus dem Archipelagus der Fuchs­inseln zu den Aleutcn gehörig, von ungefähr 12 Meilen Länge. Die Hauptbeschäftigung der Ein­wohner von Unalaschka, welche Aleuten (die den Kamlschadalen ähneln) und Promuschleniken (d. i. verbrecherische Russen, Pelzjäger) sind, ist der Fisch- und Vogelfang, so wie der Handel mit Pelzen.

Hilmar (9), ein lebendiges, tapfres, gast­freies, doch zum Theil rohes Volk, von vielleicht 8^ Millionen Seelen, welche aber zur Hälfte in Magyaren (eigentliche Ungarn) und zur andern Halste in Deutsche, Walachen, Armenier, Grie­chen, Juden und Ziegeuner zerfallen, haben eigen­thümliche Sitten, Tänze und Tracht. Sie tragen gewöhnlich eine Mütze, kurzes weitätmliches Hemd, enge und verzierte Beinkleider und eine mehren- theils blaue, mit vielen Knöpfen versehene Jacke (Dollmann) und darüber einen gefütterten mit Pelz verbrämten Rock, schwarz« oder farbige Halb-

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