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Schönheit und Tugend weit und breit berühmt ist. Da aber Euer seliger Vater Euch kein erhebliches Erbe hinterlassen hat, so belehne ich Euch, um allen anwesenden Rittern zu zeigen, wie Tapferkeit und Tugend belohnt werden, mit dem Rittergute von Vereeot, unweit der Burg Eures zukünftigen Schwiegervaters." Karl reichte ihm den Ring zum Zeichen der Uebergabe und fuhr fort:Ich wünsche, daß Ihr oft meinen Hos besuchet und durch Eure Gegenwart verherrlicht. Ziehet Morgen in Frieden ab und entbietet Eurer Braut meinen kaiserlichen Gruß." Während diese Worte gesprochen wurden, war unter den anwesenden Rittern einer, dessen Farbe besonders bei den letzten Worten des Kaisers wechselte, indem sie bald roth vor Zorn, bald bleich vor Schrecken wurde. Aubry sprach zum Kaiser noch einige Worte des Dankes, und wurde darauf beglückwünscht von sämmtlichen Rittern und auch Macaire trat an ihn heran, bot ihn die Hand, er wollte sprechen, aber das Wort starb auf seiner Lippe und er entfernte sich. Ebenso auch Aubry. Bald darauf erhob der Kaiser aber­mals seine Stimme und sprach:Meine lieben Ritter! Es nahen die letzten Tage der Jagdzeit. Ich wünsche, daß wir Morgen zum letzten Male von ganzer Seele diesem ritterlichen Vergnügen ob­liegen mögen." Die Ritter verneigten sich und gingen nach eini­gen Gesprächen auseinander.

Am nächsten Morgen erscholl schon früh das Hüfthorn vom Thurme, um die Jagdlustigen an die heutige Jagd zu erinnern. Zwei waren unter den Rittern des Hofes, die vom süßen Schlum­mer nicht erquickt waren. Der eine war Aubry. In seiner Kam­mer lag er allein, seinen alten Diener Kuno hatte er am vorigen Tage bereits vorausgeschickt, um seine gewisse Ankunft der Ge­liebten zu verkünden. Nur sein Bondn, sein treuer Hund, lag im Vorzimmer. Allein hatte Aubry seine Abreise vorbereitet, und endlich zwar sorgenfrei, aber dennoch von dunkeln Ahnungen belastet, sich zur Ruhe gelegt. Am Morgen aber erhob er sich,