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den braven Jünglingen im Namen der Stadt für die zum Besten derselben bestandene Gefahr und Mühe, und luden sie zum Abend­brod in den festlich geschmückten Hauptsaal des damaligen Rath­hauses. Als die Jäger in den Saal traten, kamen die Töchter der nürnbergischen Geschlechter herbei, und setzten jedem Jäger, unter dem Schalle der Trompeten und Pauken, einen Blumen­kranz auf. An den Tafeln saßen die Eltern der Bekränzenden: und Bekränzten, an ihrer Spitze der Burggraf und die Burg- gräfin. Alan denke sich das freudige Staunen der Jünglinge; Mahl und Tanz dauerte bis Mitternacht, und ehe sie nach Hause gingen, wurde eine zweite Wolfsjagd auf den morgenden Michaelis- tag verabredet.

Um fünf Uhr früh waren die burggräflichen Jünglinge im Begriffe, sich an die mit den Jagdfreunden verabredeten Sam­melplätze zu begeben. Da trat die Burggräfin Elisabeth mit rothgewcinten Augen und verstörten Blicken in das Zimmer der Söhne, und beschwur sie bei ihrer kindlichen Liebe, an diesem Tage zu Hause zu bleiben, und die Burg nicht zu verlassen. Dieser Wunsch der heißgeliebten Mutter befremdete die Burg­grafen. Sie versicherten, daß nur außerordentliche Ursachen sie hindern dürften, ihr gegebenes Wort, die heutige Jagd zu leiten, zu brechen, und wünschten zu hören, ob solche vorhanden wären. Tausend solche Ursachen," versetzte die Burggräfin,umschließt ein einziger Traum."Dacht ich's doch, liebe Mutter!" fiel Jo­hann ein,daß dir die Kunde von der Verwundung meiner Seite böse Träume bringen würde; darum wollte ich sie dir geheim halten." Die Burggräfin entgegnete:Nein, mein Sohn! so hell und umständlich träumt keine Seele durch menschliche Veranlassung. Ich sah eure Leichname von mehr als tausend Wunden zerrissen, den Burgberg heraustragen. Ich zittere, wenn ich daran denke." Herzlich ergriffen hier die Söhne der Mutter Hand, und betheuer­ten ihr, daß sie aus gehorsamer Rücksicht auf den Tranm der

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