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gegen die Schuldigen, und mehr als tausend Bluträcher zogen mit gräßlichen Vorsätzen der Vorstadt zu. Als der Burggraf nach einigen Augenblicken die grausame Absicht der Weggehenden erfuhr, eilte er ihnen, sein eigenes Herzeleid vergessend, sporn­streichs nach, stellte sich ihrem Zug auf der Pegnitzbrücke entge­gen, und obgleich er sie flehentlich bat, ihm des Jammers nicht noch mehr zuzuziehen, so konnte er sie doch von der blutigen Ausführung ihres Entschlusses nur durch das feierliche Versprechen abhalten, daß er selbst die gerechte Bestrafung der Mörder ohne Verzug übernehmen wolle.Aber nicht wahr, edler Burggraf, noch heute?" sprach der Anführer,sonst halten wir noch in der Nacht Gericht." Friedrich, ob dieser Worte schaudernd, sagte auch dieses zu, und gab auf der Stelle Befehl, daß aus den benach­barten Orten des Burggrafthums fünfhundert Reisige in Eil­märschen zu ihm kommen sollten. Absichtlich sprach der menschen­freundliche Burggraf diesen Befehl vor aller Welt und recht laut aus; denn die strafbaren Bewohner der Vorstadt, die sämmtlich aus Sensenschmieden bestanden, nahmen nun, von ihrem bösen Gewissen gejagt, schleunig die Flucht nach Donauwörth und über­hoben den tiefgebeugten Fürsten der traurigen Nothwendigkeit, . das Blut seiner Söhne mit dem Blute von mehr als hundert Hausvätern zu versöhnen. Er drang nicht einmal auf die Ein­ziehung ihrer Häuser, sondern begnügte sich damit, auf jedes der­selben eine jährliche Strafsteuer von sieben Heller zu legen, wel­ches Blutgeld der Burggraf Friedrich V. im Jahre 1386 der Stadt Nürnberg wieder zu lösen gab.

Johanns und Sigmunds Gebeine ruhen in der Jakobskirche unter dem Altar in der Kapelle zur rechten Hand. Ein im Hofe des Wirthshauseszum Mondschein" befindliches uraltes dreifa­ches Gemälde auf nassem Kalk, welches etwa vor fünfundachtzig Jahren erneuert wurde, versinnlicht die erzählte Begebenheit. Das Gemälde der mittlern Nische zeigt die beiden burggräflichen Jüng-